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Bergischer HC
Junge Wilde nutzen ihre Chance

Bergischer HC: Junge Wilde nutzen ihre Chance
Tipps, wie die von Kapitän Kristian Nippes, sind für Alexander Weck (r.) Gold wert. FOTO: KURT KOSLER
Solingen. Alexander Weck, Maciej Majdzinski und Max Bettin – drei Hoffnungsträger des Handball-Zweitligisten Bergischer HC. Beim Sieg gegen Eintracht Hildesheim kam das Trio in der Zweiten Bundesliga zum Einsatz. Von Thomas Rademacher

Die Zweitliga-Partie gegen Eintracht Hildesheim geriet beim Bergischen HC zum großen Auftritt der jungen Wilden. Weil Fabian Gutbrod krank im Bett lag, begann der 23-jährige Max Bettin im linken Rückraum. Sein Pendant auf der rechten Seite war mit Maciej Majdzinski sogar erst 21 Jahre alt. Höhepunkt war die Einwechslung von Alexander Weck in den letzten zehn Minuten des 33:22-Erfolgs. Der 18-Jährige, der gerade sein erstes Jahr in der A-Jugend absolviert, lief erstmals in einem Profispiel auf.

"Durch den Ausfall von Fabian Gutbrod war Alexander im linken Rückraum die zweite Besetzung", erläuterte Trainer Sebastian Hinze. "Aufgrund des positiven Spielverlaufs hatte ich die Chance, ihm Minuten zu geben. Das hat er sich auch verdient." Weck gilt als größtes Nachwuchstalent im Verein. Bereits in der Vorbereitung, die die Löwen zum Teil ohne ihre fünf EM-Fahrer absolvieren mussten, kam der Solinger regelmäßig zum Einsatz. Im nicht öffentlichen Test gegen den TuSEM Essen zum Beispiel zeigte er eine starke Vorstellung mit einem Tor und vier Anspielen. "Natürlich ist die Intensität in einem Ligaspiel noch mal eine andere", betonte der Coach. "Aber er hat das gut gemacht und wird daran wachsen."

Einen so großen Unterschied hat Weck selbst gar nicht bemerkt. "Auf dem Feld war das ähnlich wie in der Vorbereitung", sagte der Rückraumspieler. "Aber die Atmosphäre macht einen großen Unterschied." Eine gewisse Nervosität sei deshalb da gewesen.

Zu gerne hätte der 18-Jährige auch sein erstes Tor bei den Profis erzielt. Kristian Nippes gab sich Mühe, ihm diesen Wunsch zu erfüllen. Der BHC-Kapitän bereitete den Abschluss einige Male vor für den 1,98 Meter großen Handballer. Zweimal entschied sich Weck für den Wurf, blieb aber jeweils im Block hängen. "Das ist ärgerlich", fand der Rechtshänder. Immerhin holte er eine Zeitstrafe und einen Siebenmeter heraus, den Arnor Gunnarsson zum 31:20 verwertete.

Bettin hatte seine Chance bereits vorher genutzt. Elfmal hatte der 23-Jährige mit aller Konsequenz den Abschluss gesucht, siebenmal traf er. Maciej Majdzinski versenkte sogar acht seiner elf Versuche und agierte dabei einmal mehr sehr spektakulär. Der Linkshänder besticht durch Zweikämpfe, die er sogar nicht scheut, wenn der Gegner auf Konfrontationskurs ist. Die daraus entstehenden Kollisionen sehen gefährlich aus. "So spiele ich – immer hundert Prozent", sagt Majdzinski.

Die Entwicklung des jungen Polen ist bemerkenswert. Mit nur 21 Jahren ist er im rechten Rückraum mittlerweile gesetzt. Kristian Nippes spielt vermehrt in der Abwehr. Und an Bogdan Criciotoiu, der ebenfalls auf der Position zu Hause ist, hat sich Majdzinski anscheinend vorbeigeschoben. Zu gerne hätte der agile Handballer gegen Hildesheim zehn Tore gemacht, wurde in der Schlussphase aber geschont. "Das Wichtigste ist aber immer der Sieg der Mannschaft. Das steht über persönlichen Wünschen", meinte Majdzinski.

Quelle: RP
 
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