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Bergischer HC
BHC plant mit 17er-Kader für Erste Liga

Bergischer HC plant mit 17er-Kader für Erste Liga
Arnor Gunnarsson ist in dieser Saison Alleinunterhalter auf der Rechtsaußen-Position. FOTO: Krschak / Imago
Solingen. Mit einem Heimspiel gegen Eintracht Hildesheim startet der Bergische HC am Samstag in die zweite Saisonhälfte. Beim Unternehmen Aufstieg fehlt beim Tabellenführer der 2. Handball-Bundesliga aktuell nur der verletzte Tomas Babak. Von Jürgen König

Am Samstag um 19 Uhr wird die Klingenhalle den tiefen Temperaturen zum Trotz kochen. Der Bergische HC empfängt dann zur Fortsetzung der Rückrunde Eintracht Hildesheim. 18 Spiele stehen für den souveränen Spitzenreiter der 2. Handball-Bundesliga an. Das Ziel: Die Rückkehr ins Oberhaus.

Einen Selbstläufer erwarten die Bergischen ihrer bisherigen Dominanz zum Trotz keineswegs. "In jeder einzelnen Begegnung lauern Gefahren. Die Zweite Liga hat in den letzten Jahren in Sachen Spielstärke und Qualitätsbreite einen großen Sprung gemacht", sagt Jörg Föste voll Respekt. Er ist nach dem Wechsel von Viktor Szilagyi zum THW Kiel auch als Sportlicher Leiter gefordert.

Vor dem 57-Jährigen stehen als Mitglied des Beirats wegweisende Monate. Die aktuelle Lage bei den Sportstätten, die Planungen von Arena und Leistungszentrum - diese Schwerpunkte werden viel Zeit in Anspruch nehmen, so dass sich Föste glücklich schätzen darf, das Thema Personal nahezu vollständig abgearbeitet zu haben. "Wir wollen grundsätzlich einen Kader von 17 Spielern haben." Der Clubchef nennt eine offene Position und primäre Aufgabenstellung: Auf Rechtsaußen soll eine Ergänzung zu Arnor Gunnarsson verpflichtet werden.

Aus dem aktuellen 15er-Kader haben alle Profis einen Erstliga-Vertrag, für die Zweite Liga besitzen Tomas Babak und Max Darj keinen Kontrakt. Neuzugang Daniel Fontaine (Frisch Auf Göppingen) würde ebenfalls in beiden Spielklassen das Trikot des BHC tragen. Nicht auszuschließen ist, dass es noch eine gezielte Verstärkung - dann voraussichtlich im Rückraum - gibt.

In der kommenden Woche schließt im deutschen Profi-Handball das Transfenster, für die Löwen stellt der 15. Februar diesmal kein relevantes Datum dar. "Es gibt immer Bewegung und auch Avancen, aber unsere Spieler sind längerfristig gebunden. Und es ist bekannt, dass Verträge von Vereinsseite eingehalten werden", nimmt Jörg Föste zu möglichen Fremd-Angeboten für aktuelle Spieler Stellung.

Alles sieht also danach aus, dass die Erfolgscrew aus der Hinrunde das Ding auch bis Anfang Juni wuppen soll. "Die Art und Weise, wie sich die Mannschaft bislang präsentiert hat, war tadellos", lobt der Unternehmer, der Team und Trainer Sebastian Hinze unter anderem Konsequenz und dem klare Fokus auf Einzelziele bescheinigt. Zwei Vereine gehen hoch in Liga Eins, auf den Dritten besitzt der BHC satte zehn Zähler Vorsprung.

"Das Aufstiegsrennen ist völlig offen, die ersten Zehn der Tabelle sind noch mit dabei", erwartet Föste ein hartes Stück Arbeit. Einige Kontrahenten seien in der Hinrunde erst nach großer Gegenwehr geknackt worden - so soll es weitergehen. Coach Hinze kann beim Unternehmen Aufstieg derzeit bis auf Spielmacher Tomas Babak mit dem kompletten Aufgebot arbeiten.

Selbst ohne die EM-Fahrer erbrachten Kapitän Kristian Nippes & Co. wie schon in der Sommer-Vorbereitung gute Testspiel-Leistungen und bezwangen auch Erstligisten. Beirat Föste hat dies intensiv wahrgenommen: "Der Sieg beim Salming-Cup mit kleinem Kader ist ein Fingerzeig für die Mentalität der Mannschaft. Sie will unbedingt gewinnen."

Obwohl in den ausstehenden 18 Partien der Saison noch aufwendige Touren nach Dessau, Aue und Lübeck auf dem Programm stehen, ist es im Vergleich zu den vielen weiten Süd-Fahrten in der Hinrunde nahezu bequem. Der BHC hatte sich entschlossen, bis auf die naheliegenden Ziele alle am Tag vor dem Spiel anzusteuern.

"Dadurch sind wir ausgeruht und haben im Gegensatz zu den Mannschaften, die erst am Spieltag anreisen, einen Wettbewerbsvorteil", sieht Jörg Föste die Investitionen gut angelegt - gegenüber der Ersten Liga haben sich die Reisekosten, auch wegen der Mehrzahl an Spielen, verdoppelt.

Gleich zehn Mal wird der Tabellenführer noch vor heimischem Publikum auflaufen, sieben Mal davon in der Klingenhalle. Föste: "Ich versuche, das im Rahmen der Verfügbarkeit immer gerecht zu gestalten. Es ist ein Ausgleich für vergangene Jahre, wo wir öfters in der Wuppertaler Uni-Halle waren."

Apropos Hallen: Sollte der Aufstieg gelingen, ergeben sich Notwendigkeiten durch Live-Übertragungen von Sky. Zum Beispiel, was die Lichtstärke angeht. Der Rat der Stadt Solingen habe die Umsetzung der Voraussetzungen hierfür bereits verabschiedet, freut sich Jörg Föste.

Quelle: RP
 
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