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Bergischer HC
Spitzenspiel: Verfolger kommt zum BHC

Bergischer HC: Verfolger kommt zum BHC
Powerpaket: Arnor Gunnarsson trifft gegen Hamm auf auf seinen Jugendfreund Fannar Fridgeirsson. FOTO: Imago
Solingen. Zweite Bundesliga: Mit dem ASV Hamm empfangen die Löwen ihren bislang stärksten Gegner in diesem Jahr. Das könnte ein Vorteil sein. Von Thomas Rademacher

Der ASV Hamm gehört zu den besten Teams der Zweiten Handball-Bundesliga. Das hat die Mannschaft von Trainer Kay Rothenpieler unlängst bewiesen. Elf Spiele in Folge haben die Westfalen nicht verloren und sich auf den dritten Platz vorgeschoben. "Neben der Qualität hat die Mannschaft derzeit ein großes Selbstbewusstsein", ist Sebastian Hinze sicher. "Wir müssen vieles sehr gut machen, um zu gewinnen", glaubt der BHC-Trainer.

Ein Sieg am heutigen Mittwoch (20 Uhr, Klingenhalle) würde dem Bergischen HC zu diesem Zeitpunkt unfassbare 14 Punkte Vorsprung auf einen Nicht-Aufstiegsplatz einbringen. Dass dies der Anspruch ist, beweisen die Ergebnisse in dieser Saison. Wer von 24 Saisonspielen 23 gewinnt, will auch den nächsten Sieg.

Doch die Gegner stellten sich zuletzt immer besser auf den Tabellenführer ein. Gerade mit offensiv ausgerichteten Abwehrformationen hatten die Bergischen ihre Probleme. In dieser Hinsicht könnten die Hammer den Löwen aber sogar gut liegen. "Weitestgehend spielt der ASV eine sehr kompakte 6:0-Defensive", sagt Kreisläufer Max Darj. "Für uns wäre es komfortabler, wenn das so bleibt. Aber wir sind auch auf eine aggressivere, offensivere Variante vorbereitet."

Sebastian Hinze geht davon aus, dass die Hammer bei ihrer zuletzt so bewährten defensiven Deckung bleiben. "Ich denke, das Vertrauen ins eigene System ist bei Hamm sehr hoch", erläutert der Coach. "Das passt uns ganz gut, aber wir müssen es erstmal lösen." Mit Jan Brosch und Jakob Schwabe sind die Gäste im Innenblock stark besetzt. Dazu verpflichtete der Club für den verletzten Markus Fuchs den ehemaligen BHC-Kreisläufer Stanko Sabljic nach. "Er hat noch nicht so viel gespielt, kommt aber immer dann in die Deckung, wenn die anderen mal eine Pause brauchen", sagt Sebastian Hinze.

Um das gegnerische Selbstbewusstsein in der Klingenhalle zu brechen, ist Ballsicherheit gefragt. "Wir dürfen sie nicht ins Konterspiel kommen lassen, sondern sollten Sorge dafür tragen, dass die Hammer im Positionsangriff agieren müssen", gibt der BHC-Trainer die Marschroute vor. Wie überzeugt der Gegner von seiner eigenen Qualität ist, unterstreicht die hohe Kreativität, die das Team auch in entscheidenden Phasen an den Tag legt. "Da wird dann auch mal ein Kempa-Trick gespielt - das spricht alles dafür, dass die Kommunikation im Team sehr gut ist", weiß Hinze.

Die Vorbereitung auf das Duell am heutigen Mittwoch verlief holprig. Linus Arnesson, Christopher Rudeck und Maciej Majdzinski lagen vorige Woche mit Grippe im Bett. Seit Montag befindet sich das Team aber wieder komplett im Training – mit Ausnahme der langzeitverletzten Tomas Babak (Arm) und Jonas Dell (Sprunggelenk). Ersterer ist zwar dabei, jedoch noch ohne Vollkontakt.

Max Darj ist heiß auf den ASV Hamm. "Es ist unser bislang stärkster Gegner dieses Jahr, weil er auf allen Positionen gut besetzt ist", erläutert der Kreisläufer, der auch im Innenblock der Löwen gesetzt ist. "Es genügt nicht, auf eine Sache zu achten. Wir müssen sehr schnell auf den Beinen sein, um Hamm zu stoppen."

Für Rechtsaußen Arnor Gunnarsson ist die Partie am Abend sogar etwas ganz Besonderes. Mit Spielmacher Fannar Fridgeirsson spielte der Isländer bereits in der Jugend zusammen. "Er ist ein sehr guter Freund von mir", sagt Gunnarsson. "Trotzdem hoffe ich, dass wir uns wie im Hinspiel präsentieren." Das gewannen die Löwen in Hamm mit 27:21.

Quelle: RP
 
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