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Bergischer Hc
Bergischer HC will nachverpflichten

Bergischer Hc: Bergischer HC will nachverpflichten
Kristian Nippes wird nach seiner Schulterverletzung wohl länger ausfallen. FOTO: Imago
Solingen. Im heutigen Heimspiel in der Wuppertaler Unihalle gegen Klub-Weltmeister Füchse Berlin droht dem Bergischen HC die vierte Niederlage in Folge zum Saisonauftakt in der Handball-Bundesliga. Von Thomas Rademacher

Etwas ernüchternd waren die Ergebnisse zum Auftakt in die neue Handball-Bundesliga-Saison für den Bergischen HC. Zwei Niederlagen mit neun Toren Unterschied hintereinander folgte ein umkämpftes 24:26 beim TVB 1898 Stuttgart. In Summe bedeutet das 0:6-Punkte und den letzten Tabellenplatz für das Team von Sebastian Hinze. "Logisch hatten wir uns einen besseren Start in die Spielzeit gewünscht", meint der Trainer. "Aber die Situation ist, wie sie ist. Unser Blick richtet sich auf den nächsten Gegner." Das sind die Füchse Berlin, die sich derzeit in Topform befinden. Die Hauptstädter haben die Klub-Weltmeisterschaft gewonnen und zudem ihre beiden Bundesliga-Partien mit eindrucksvollen Siegen gestaltet. Zudem tritt das Team voraussichtlich ohne Verletzte in der Wuppertaler Unihalle an.

Der Bergische HC stellt derzeit so etwas wie das Gegenteil dar. Zu enttäuschenden Ergebnissen kommt auch noch das Verletzungspech hinzu. Neben Maciej Majdzinski (Kreuzbandriss) und Fabian Gutbrod (Innenbandriss) sind Christian Hoße und Kristian Nippes mit Schulterverletzungen auf die Ausfallliste gerutscht. Während Hoße wohl nur etwa zwei Wochen pausieren muss, sieht es bei Nippes nach einem längerfristigen Ausfall aus. Eine Situation, die den BHC zur Reaktion zwingt. "Wir werden nachverpflichten", kündigt Viktor Szilágyi an. "Aufgrund der Verletztensituation sehen wir dringend Handlungsbedarf auf den halben Rückraumpositionen. Höchste Priorität hat die rechte Seite."

Krampfhaft werde der Klub den Kader nicht vergrößern, aber der Sportliche Leiter befindet sich bereits in Gesprächen. "Es muss jemand sein, der uns auch wirklich weiterhelfen wird. Da müssen wir genau hinschauen, denn wir wollen hundertprozentig sicher sein." Deshalb kann und will Szilágyi auch nicht versprechen, dass schon in der kommenden Woche Vollzug gemeldet wird. Doch das Ziel ist selbstverständlich eine zeitnahe Verpflichtung. "Wir beschäftigen uns schon länger mit der Situation", stellt Szilágyi klar. Nicht ausgeschlossen ist, dass der Verein sogar zwei Zugänge holt.

In der heutigen Partie gegen die Füchse Berlin muss Trainer Hinze in jedem Fall noch mit seinem dezimierten Kader auskommen. Optimistisch stimmt den Coach die jüngste Leistung in Stuttgart. "Da ist es uns gelungen, die Zweikämpfe gut zu führen und 60 Minuten taktisch diszipliniert zu spielen. Auch kämpferisch waren wir immer da, was in der momentanen Situation wichtig ist", erläutert Hinze. Mit den Berlinern erwartet den BHC freilich noch mal eine ganz andere Qualität. "Wir müssen uns etwas einfallen lassen, um an der Deckung vorbeizukommen."

Die Möglichkeiten sind derzeit freilich begrenzt. "Aber wir werden alles daran setzen, die Berliner Qualität so gut es geht einzuschränken." Die Bergischen um ihren Sportlichen Leiter setzen dabei auf die Unterstützung ihrer Fans. "Ich habe großen Respekt vor der Leistung der Mannschaft am Mittwoch, und sie hat sich mit diesem beherzten Auftritt die Unterstützung wirklich verdient. Diese Einstellung wünsche ich mir in dieser schwierigen Phase jetzt auch von unseren Fans", meint Szilágyi. "Da wir wohl mit dem gleichen Kader wie in Stuttgart auskommen müssen, bauen wir jetzt auf unser Publikum, das uns mit großer Kulisse und einem Hexenkessel in der Unihalle sehr helfen kann."

Quelle: RP
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