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Bergischer Hc
BHC muss im Derby eine Top-Leistung liefern

Solingen. Am Sonntag (15 Uhr) geht es gegen den VfL Gummersbach. In der Kölner Lanxess-Arena fühlt sich der Handball-Bundesligist wohl. Von Georg Amend

Die Kölner Lanxess-Arena war bislang ein gutes Pflaster für den Bergischen HC. Im vergangenen Dezember unterlag er in der Handball-Bundesliga zwar dem Rekordmeister THW Kiel knapp mit 28:31, freute sich aber über die Rekordkulisse von 13.380 Zuschauern. Im Oktober 2014 war er zum ersten Mal in dieser Spielstätte angetreten, damals verfolgten 7060 Besucher den 28:26-Sieg gegen den VfL Gummersbach.

Dieses Derby steht auch am Sonntag ab 15 Uhr wieder in Köln an, die aktuelle Ticketsituation hört sich indes mau an. "Wir haben etwa 3800 Tickets verkauft", erklärt BHC-Beirat Jörg Föste, ergänzt aber umgehend: "Der Umstand, dass wir in der Lanxess-Arena andere Logen-Bedingungen vorfinden und andere ViP-Kapazitäten haben, bedeutet, dass die Einnahmen selbst bei einer vergleichbaren Zuschauerzahl deutlich höher sind, ob wir 3000 Besucher in Wuppertal oder Köln haben." In der "Gewinnzone" sei man jetzt schon, der BHC geht davon aus, dass bis zum und am Spieltag, an dem die Kassen ab 13.30 Uhr öffnen, noch mehr Karten erworben werden, so dass "wir an die ersehnte Schwelle von 5000 kommen können", wie Föste es beschreibt.

Für BHC-Trainer Sebastian Hinze ist Köln "für alle immer ein schönes Gefühl". Dass das aber nicht reicht, mussten er und sein Team am ersten Spieltag vergangenen Sonntag bei der 21:30-Niederlage beim SC DHfK Leipzig erfahren. "Das war auch hinterher noch Thema im Bus, dass wir selten mit so einem guten Gefühl in ein Spiel oder in eine Saison gegangen sind, wie in Leipzig", berichtet Hinze. "Vielleicht hat das Umschwanken nicht geklappt."

Denn so gab es nach gutem Start am Ende eine sehr klare Niederlage. "Im Angriffsspiel hat sehr wenig funktioniert, wobei Alex Oelze das sehr engagiert gemacht hat", meint der Trainer mit Blick auf seinen Mittelmann. Dass das Spiel zu wenig in der Breite stattfand und die Außenspieler nur eine einzige Wurfchance bekamen, habe zum Einen am Abwehrsystem von Leipzig gelegen: "Wir haben ja Siebenmeter geholt und Tore geworfen aus Situationen, wo das Spiel breit war. Dafür, dass der jeweilige Außen nicht zuschiebt, wenn wir eine Chance für unsere Außen kreiert haben, können wir ja nichts", erklärt Hinze. Das andere Manko lag aber am BHC selbst: "Wir haben uns immer mehr dazu verführen lassen, die Zweikämpfe zur Mitte zu führen und versucht, viel Mann gegen Mann zu lösen. Wir haben aber nicht die Qualität, in der Bundesliga eine Mannschaft im Eins-gegen-Eins auseinanderzunehmen", betont der Coach, der zudem die "Abwehrquote von 33 Prozent" bemängelte: "Damit gewinnst du in der Bundesliga kein Spiel."

Für das Derby am Sonntag muss also eine komplette Steigerung her, was gegen Gummersbach, das sein erstes Saisonspiel deutlich mit 26:19 gegen Balingen gewann, aber nicht einfach wird. "Sie spielen eine ähnliche Deckung wie Leipzig", erklärt Hinze. "Eine aggressive, körperlich starke 6:0-Deckung, die aber auch variabel agiert. Da müssen wir selber sehr variabel sein. Wir müssen unsere Top-Leistung abrufen, um eine Chance zu haben. Das Ziel ist, eine Top-Leistung zu haben. Wir wollen uns zu Hause präsentieren, wie man es von uns gewöhnt ist."

Quelle: RP
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