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Bergischer HC
BHC plant den Klassenerhalt mit Hinze

Bergischer HC: BHC plant den Klassenerhalt mit Hinze
Der BHC hat für die kommende Saison den Tschechischen Nationalspieler Tomas Babak (19) verpflichtet. FOTO: Imago
Solingen. In Tomas Bakák hat der Bergische HC einen Spieler mit großem Potenzial verpflichtet. Doch der Tscheche kommt erst zur neuen Saison. Zunächst gilt es, den Klassenerhalt in der Handball-Bundesliga sicherzustellen. Von Thomas Rademacher

Die Zahlen sprechen gegen Sebastian Hinze. Gerade sieben Pünktchen hat der Bergische HC vor der Winterpause geholt. Der 17. Platz in der Handball-Bundesliga steht zu Buche und würde am Ende der Saison das Abrutschen in die Zweitklassigkeit bedeuten. Das will der Klub unbedingt verhindern - doch er will es mit Hinze tun. "Er ist unser Trainer. Wir haben mit ihm zwei Mal den Klassenerhalt geschafft und jetzt auch das Final Four im Pokalwettbewerb erreicht. Diese Erfolge wiegen sehr schwer", sagt Jörg Föste aus dem Beirat. "Natürlich befinden wir uns in einer Situation, die unbefriedigend ist. Das haben wir alles intern besprochen."

Hinze sei ein Coach, der tendenziell wenig Eigenwerbung betreibe, doch wie verdient er sich für den BHC gemacht habe, sei intern unumstritten. "Die unteren Ligen sind voll mit ehemaligen Bundesligisten, die in wichtigen Phasen das Augenmaß verloren haben. Dazu wollen wir nicht zählen". Einem Trainerwechsel erteilt Föste also eine klare Absage. Doch untätig bleiben die Bergischen nicht. "Ich habe die Bitte nach einem Co-Trainer geäußert, der in den Einheiten nahezu immer dabei sein kann", erzählt Hinze. Schnell kam Frank von Behren ins Spiel. Die beiden Handball-Experten setzten sich zusammen und beschlossen, gemeinsam zu arbeiten. "Er wird mir viel Arbeit im administrativen Bereich abnehmen. Dafür bin ich sehr dankbar", sagt Hinze über den ehemaligen Kapitän der Nationalmannschaft, der damit fast komplett vom Marketing in den sportlichen Bereich des BHC wechselt.

Auf einen weiteren Zugang hat der Klub verzichtet. "Wir haben 16 Spieler, die uns bald alle zur Verfügung stehen", stellt Föste klar. Vom Verletzungspech ist der BHC in der Hinrunde bekanntlich nicht verschont geblieben, doch die Situation hat sich verbessert. Nur Max Hermann ist derzeit noch verletzt, soll Anfang Februar aber ebenfalls wieder ins Mannschaftstraining einsteigen. "Wir werden uns jetzt fünf Wochen intensiv vorbereiten und an unseren Defiziten arbeiten", sagt Hinze. Ein Problem hat das Team zum Beispiel in Überzahl oder in der kritischen Schlussphase. "An den Automatismen arbeiten wir. Jeder wird seine Rolle kennen, und wir werden genau wissen, was wir spielen wollen und welchen Abschluss wir suchen."

Sechs Heimspiele (vier in Wuppertal, zwei in Solingen) sowie acht Auswärtspartien hat der BHC noch Zeit, um die Abstiegsränge zu verlassen. Sollte es nicht gelingen, geht es nach drei Saisons zurück in die Zweite Liga. Ein Thema, das die Verantwortlichen komplett ausgespart haben. "Unsere Gespräche waren ausschließlich auf die Rückrunde fixiert, und wie wir es schaffen wollen, die Klasse zu halten", stellt Geschäftsführer Philipp Tychy klar. Die Personalplanungen gehen bereits über die Saison hinaus. In Tomas Babák hat der Verein zur kommenden Saison einen Spieler mit sehr hohem Potenzial verpflichtet. Der 22-Jährige ist tschechischer Nationalspieler und belegt derzeit mit 100 Treffern den dritten Platz in der Torschützenliste der Schweizer Nationalliga A. Der Mittelmann hat 2013 mit dem HBC Ronal Jicin die tschechische Meisterschaft gewonnen und wurde als 19-Jähriger zum wertvollsten Spieler der Extraliga gewählt. Es folgte der Wechsel zum TSV St. Otmar St. Wollen in die Schweiz, wo er noch bis Sommer zum Einsatz kommt. Babák hat einen Vertrag über zwei Jahre unterschrieben mit einer Option für eine weitere Saison. Der Kontrakt gilt übrigens auch für die Zweite Liga.

Gleichzeitig löste der BHC zum 28. Dezember 2015 den Vertrag mit Milos Dragas auf. Über Details wurde Stillschweigen vereinbart. Ein Jahr länger wird Nils Artmann das Löwen-Trikot tragen. Der Rechtsaußen verlängerte bis 2017.

Quelle: RP
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