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Bergischer HC
BHC-Reserve holt den Stadtmeistertitel

Bergischer HC: BHC-Reserve holt den Stadtmeistertitel
Wieder ein Siegerfoto für die Bundesliga-Reserve des Bergischen HC: Der Nordrheinligist von Trainer Patrick Luig (rechts) wurde seiner Favoritenrolle bei der Stadtmeisterschaft gerecht. FOTO: Stephan Köhlen
Solingen. Im Finale der Stadtmeisterschaft unterliegen die Aufderhöher Handballer mit 16:11. Von Thomas Rademacher

Im Finale der Handball-Stadtmeisterschaft standen sich die gleichen Mannschaften, wie im vergangenen Jahr gegenüber. Die Zweitvertretung des Bergischen HC traf auf den TSV Aufderhöhe. Diesmal allerdings waren die Bergischen klar favorisiert. Der Nordrheinligist hatte das mit Abstand beste und fitteste Team ins Rennen geschickt. War es 2015 aufgrund von Tumulten zum Abbruch im Finale gekommen, spielten die Teams diesmal zu Ende.

Nickelig ging es beim 16:11-Erfolg des BHC dennoch zu. TSV-Führungsspieler Alexander Jentzsch geriet mit Mats Heyde vom BHC aneinander. "Es war eine Szene abseits vom Ball", beschrieb BHC-Trainer Patrick Luig. "Das war eher griechisch-römisch. Aber wir haben uns nicht provozieren lassen." Die BHC-Reserve verwaltete ihren Vorsprung sehr effektiv. Dann kam es erneut zu einer aus Luigs Sicht "unnötigen Szene": TSV-Routinier Frank Berblinger warf den Ball an den Kopf von Torhüter Adrian Birkenheuer. Zum Eklat kam es aber nicht.

"Die Szene hat unnötige Emotionen freigesetzt", gestand auch Aufderhöhes Coach Max Ramota. "Aber es sah wilder aus, als es war. Außerdem war der Wurf wirklich nicht besonders fest." So war das Thema schnell abgehakt. Ramota war zufrieden mit seinem TSV. "Der BHC hat das Turnier verdient gewonnen, aber bei uns passte schon einiges zusammen", lobte er. "Wir sind viel weiter als wir es vor einem Jahr um diese Zeit waren." Besonders stark präsentierten sich Felix Jedamzik im linken Rückraum sowie die beiden neu integrierten A-Jugendlichen, Seven Meißel und Maurice Nass, die vom BHC nach Aufderhöhe gewechselt waren.

Der Weg ins Finale verlief für das Ramota-Team etwas holprig. Das Halbfinale gegen Gastgeber Ohligser TV gewann der Oberligist zwar recht klar, aber in ihrer Gruppe landete die Truppe nur knapp vor dem Solinger Turnerbund. Das Derby zwischen den beiden Mannschaften endete 15:15, doch der TSV schlug seine Reserve höher (16:6) als der STB (14:10). Auch BHC-Trainer Luig hatte noch eine zähe Vorrunde seiner Mannschaft gesehen. Dennoch gewannen die Bergischen 19:13 und 20:10 gegen den OTV beziehungsweise BHC III. Im Halbfinale wartete der STB, der mit 21:5 abgefertigt wurde. Dessen Coach Heino Kirchhoff schonte in dieser Partie aber seine besten Akteure und ließ die zum Einsatz kommen, die sonst nicht so häufig spielen. "Wir werden dieses Spiel auch in Bestbesetzung nicht gewinnen. Deshalb habe ich mich dazu entschlossen", sagte Kirchhoff, der sich mit dem vierten Platz begnügen musste. Der OTV gewann das kleine Finale hauchdünn mit 16:15.

Und Luig? Der war fast auf ganzer Linie zufrieden: "Vor allem hat unsere 3:2:1-Deckung sehr gut funktioniert, und wir haben im Halbfinale und Finale sehr konsequent gespielt und das Tempo oben gehalten". Die Außenspieler Jan und Timo Blum liefen viele erfolgreiche Gegenstöße, die sich aus den Ballgewinnen in der Deckung ergaben. Außerdem war Luig von Ole Völker begeistert, der sieben der 16 Treffer im Endspiel erzielte.

Gruppe A: Ohligser TV - Bergischer HC III 15:9, BHC II - OTV 19:13, BHC III- BHC II 10:20; Gruppe B: TSV Aufderhöhe - TSV II 16:6, Solinger TB - TSV 15:15, TSV II - STB 10:14. Halbfinale: OTV - TSV Aufderhöhe 9:12, BHC II - STB 21:5; Spiel um Platz 5: BHC III - TSV II 11:14; Spiel um Platz 3: OTV - STB 16:15; Finale: TSV - BHC II 11:16.

Quelle: RP
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