| 20.14 Uhr

Bergischer HC
BHC rutscht auf einen Abstiegsplatz

Balingen. In der Handball-Bundesliga gab es am Samstagabend eine 23:27 (9:12)-Niederlage in Balingen, die so mit den Gästen nach Punkten in der Tabelle gleichzogen. Am Mittwoch sehen sich beide Teams an selber Stelle im Achtelfinale des nationalen Pokals wieder. Von Thomas Rademacher

Entspannt hat sich die personelle Situation beim Bergischen HC. Nach überstandenen Verletzungen standen Fabian Gutbrod (Innenbandriss), Alexander Hermann (Muskelfaserriss) und Alexander Oelze (Kapselverletzung) wieder auf dem Spielbericht im Gastspiel bei HBW Balingen-Weilstetten. Ein anderer fehlte. Viktor Szilágyi, der in den vergangenen vier Begegnungen beim Handball-Bundesligisten ausgeholfen hatte, ging zurück in die Rolle des Sportlichen Leiters. Die Balinger Defensive schien auf Szilágyi vorbereitet gewesen zu sein. Sie agierte mit Tim Nothdurft als vorgezogenem Positionsverteidiger für die gegnerische Spielmacher-Position. Ein Rezept, das auch gegen Tomás Babák auf der BHC-Mitte funktionierte.

Die Gäste rieben sich häufig auf gegen die Balinger Abwehr. Nach kurzfristiger Führung der Gäste kaufte Balingen dem BHC den Schneid ab und ging seinerseits 9:6 in Front. Trainer Sebastian Hinze reagierte, nahm eine Auszeit und stellte auf die zuletzt bewährte Taktik um, im Angriff für den Torhüter einen siebten Feldspieler einzusetzen. Dies funktionierte zunächst. Arnor Gunnarsson per Siebenmeter und Christian Hoße schafften den 8:9-Anschluss. Doch dann wurden die Fehler der Bergischen gnadenlos bestraft. Alexander Hermann scheiterte, Lars Friedrich traf ins leere Tor, Babák leistete sich einen Fehlpass, den Yves Kunkel im verwaisten Gehäuse unterbrachte. Mit 9:12 ging es aus Sicht des BHC in die Pause.

Hinze stellte in der Halbzeit erneut um. Björgvin Gustavsson, der etwas überraschend anstelle des zuletzt so stark agierenden Christopher Rudeck im Kasten stand, blieb auch wieder während der Angriffe in selbigem. Als Spielmacher kam Alexander Oelze für den etwas unglücklich agierenden Babák. Die Gäste kamen auf 11:12 heran, doch Balingen nahm der Truppe wieder den Wind aus den Segeln. Nach langem Angriff traf Markus Stegefelt zum 13:11, einen BHC-Fehlwurf und -pass nutzten die Hausherren zum 15:11.

Ein Vorsprung, der in seiner Höhe bis zur Hinausstellung gegen Lars Friedrich Bestand hatte. In Überzahl verkürzten die Bergischen auf 16:19, der wieder für Oelze eingewechselte Babák traf in Bedrängnis zum 17:19. Doch die Balinger ließen sich nicht beeindrucken. Sie kamen immer wieder zu scheinbar einfachen Toren. Daran konnte auch der beim Stand von 21:18 ins Tor eingewechselte Rudeck nichts ändern. Bogdan Criciotoiu fällte Martin Strobel, kassierte zwei Minuten, und die Gastgeber gingen durch Kunkels Siebenmeter wieder mit vier Toren in Front (23:19). Dem 20. BHC-Tor von Moritz Preuss folgte eine weitere Zeitstrafe gegen Alexander Hermann.

Zwar flackerte die Hoffnung des BHC noch mal auf - zum Beispiel, als Balingen auch gegen vier Abwehrspieler nicht versenkte oder einen Strafwurf an die Latte setzte - doch die Gelgenheiten der Gäste wurden regelmäßig von HBW-Keeper Mrkva entschärft. Balingen brachte das Ding locker über die Zeit. So ist die Personalsituation beim BHC zwar wieder entspannt, doch die Lage in der Bundesliga ist alles andere als das. Der Bergische HC ist nach der 23:27-Pleite auf einen Abstiegsplatz zurückgefallen.

 

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