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Bergischer Hc
BHC-Talent Gipperich: "Muss noch viel lernen"

Bergischer Hc: BHC-Talent Gipperich: "Muss noch viel lernen"
BHC-Youngster Brian Gipperich stoppt Magdeburgs Zeljko Musa. FOTO: BHC
Solingen. Und plötzlich lastete die Verantwortung im rechten Rückraum auf Brian Gipperich. Der 18-Jährige musste im Testspiel des Handball-Bundesligisten Bergischer HC gegen die SG Handball West Wien Stammkraft Kristian Nippes vertreten, der mit Kniebeschwerden geschont wurde.

Und der Youngster machte seine Sache mehr als ordentlich, brachte viel Druck in den Angriff und kämpfte in der Defensive seine Gegner nieder. Der Linkshänder ist ein Riesentalent, das in Österreich sein erstes Trainingslager mit den Profis absolvierte. Wie war es? "Anstrengend", sagt Gipperich lächelnd und fügt hinzu: "Auf jeden Fall auch cool. Aber für mich war es brutal, so zu trainieren."

Brutal war dann für ihn auch der Auftritt im Test gegen den SC Magdeburg beim Megawoodstock-Turnier in Aschersleben: Erneut in der Startformation musste der 18-Jährige erleben, dass es zwischen einem österreichischen und einem deutschen Erstligisten signifikante Unterschiede gibt. Nach rund einer Viertelstunde nahm Trainer Sebastian Hinze den doch etwas überforderten Halbrechten erst einmal wieder auf die Bank. "In dem Spiel war ich mit den Nerven komplett durch", erklärt Gipperich. "Gegen Wien zu spielen, war schon riesig, das ist eine super Mannschaft. Gegen so eine spiele ich ja nicht wirklich oft. Aber jetzt gegen Magdeburg", meint der 1,83 Meter große Linkshänder und atmet mit Blick auf den 2,10 Meter großen Halblinken des SCM, Finn Lemke, einmal durch, bevor er ergänzt: "Der macht einen Stemmschritt, und ich muss springen, um überhaupt an seinen Arm zu kommen. Da hast du keine Chance." Gipperich zahlte gegen Magdeburg Lehrgeld: "Die sind nicht nur körperlich viel besser, sondern auch technisch. Das ist schon bitter, wenn man sieht, wie leicht man vernascht werden kann."

Zugutehalten muss man ihm, dass er auf dem Boden aus Kunstoffplatten wie alle Spieler Probleme mit der Standfestigkeit hatte. So konnte er seine große Stärke, den schnellen ersten Schritt, mit dem er so unnachahmlich Druck aufbauen und in Lücken stoßen kann, gar nicht erst auf die Platte kriegen. Trainer Hinze gibt ihm die nötige Zeit, sich zu entwickeln, und dafür war das Trainingslager der nächste Schritt. Gipperich: "In der A-Jugend habe ich ja mit das Sagen. Bei den Profis muss ich mir sagen lassen, was ich tun muss. Und da sieht man: Ich muss noch viel lernen."

(ame)
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