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Bergischer Hc
BHC testet die Abwehr und gewinnt dabei klar

Solingen. Beim Pierburg-Cup des Neusser HV siegt der Handball-Bundesligist gegen den Drittligisten Bayer Dormagen mit 32:18.

Die Hammfeldhalle war gestern am frühen Abend zum Start des Pierburg-Cup noch nicht restlos gefüllt, aber das dürfte sich heute ändern, wenn auch alle Berufstätigen hochklassigen Handballsport sehen können. Zum Auftakt besiegte Bundesligist Bergischer HC den Drittligisten TSV Bayer Dormagen mit 32:18 (14:8). Heute geht es um 13 Uhr gegen den eigenen Liga-Konkurrenten TBV Lemgo weiter - das wird ein richtiger Härtetest.

Die Partie gegen Dormagen war es nicht, der Unterschied zu den Vollprofis ist im Handball doch zu groß. In der ersten Viertelstunde hielt Bayer noch mit, doch nachdem BHC-Trainer Sebastian Hinze einmal komplett gewechselt hatte, nutzte vor allem Fabian Gutbrod seine Gelegenheiten konsequent und schraubte das Ergebnis schnell hoch. Der körperlichen Überlegenheit des Zwei-Meter-Halblinken hatte die Dormagener Abwehr herzlich wenig entgegenzusetzen.

In dieser Phase kam es auch zu einem absoluten Novum beim BHC: Ace Jonovski, sonst ausschließlich in der Abwehr eingesetzt, ging auch mit nach vorne an den Kreis. Weil Moritz Preuss da eine Pause bekam und Uros Vilovski mit einer im Training erlittenen Sprunggelenksverletzung geschont wurde, fehlte ein zweiter Kreisläufer. Den gab dann der Mazedonier, der allerdings von seinen Mitspielern nicht in Szene gesetzt wurde und so keinen Wurf aufs Tor hatte. In Hälfte zwei ging Gutbrod an den Kreis, er bekam immerhin von Alexander Oelze einen Bodenpass serviert, den er zum 27:15 verwertete (54. Minute), später holte er noch einen Siebenmeter heraus, den Arnor Gunnarsson verwandelte - der Isländer gab nach einer Lungenentzündung sein Comeback in einem Testspiel. "Endlich wieder, es war gut", meinte der Rechtsaußen, obwohl er ein paar Kilo verloren hat: "Letztes Jahr habe ich zu viel Krafttraining gemacht, jetzt bin ich leichter. Mal sehen, was für mich besser ist."

Zufrieden mit dem standesgemäßen Ergebnis und dem Spiel war auch Hinze, obwohl der Trainer anmerkte: "Am Anfang war die Konsequenz im Abschluss nicht so da. Überhaupt haben wir in der ersten Halbzeit zu viel mit Ball gemacht, zu kompliziert gespielt." Anfängliche Abstimmungsprobleme in der Verteidigung erklärte er so: "Wir haben absichtlich keine Abwehr gespielt, die zu Dormagen passt, damit wir Sachen sehen, an denen wir arbeiten können. Die Aufgabe kannten die Jungs aber, und haben das sehr ordentlich gemacht."

BHC: Rudeck (1. bis 52. Minute / 11 Paraden, davon gegen 1 Siebenmeter), Lombes-Birkenheuer (1 Parade) - J. Artmann (2 Tore), A. Hermann (5), Preuss, Babák (1), Nippes (2), N. Artmann (3), Jonovski, Gutbrod (5), Gunnarsson (6 / davon 4 per Siebenmeter), Oelze (3), Hoße (2), M. Hermann (3).

(ame)
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