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Bergischer HC
Derby-Doppelpack für den BHC

Bergischer HC: Derby-Doppelpack für den BHC
Mögliches Wiedersehen: Das Bauchgefühl von BHC-Coach Sebastian Hinze sagt, dass der Ex-Löwen Michael Hegemann (Foto) am Sonntag für Essen spielen wird. FOTO: Imago
Solingen. Handball: Zweitligist muss am Freitag nach Hagen und empfängt am Sonntag TuSEM Essen. Von Thomas Rademacher

Ohne Punkte stehen der VfL Eintracht Hagen und TuSEM Essen am Tabellenende der Zweiten Handball-Bundesliga. Die Erwartungen sind demnach klar abgesteckt: Der Bergische HC soll am Wochenende nach Möglichkeit seiner Favoritenrolle gerecht werden, zwei weitere Siege einfahren und mit 10:0-Punkten Kurs Richtung Wiederaufstieg halten.

Dieses Ziel hat auch Trainer Sebastian Hinze, der jedoch vor der Qualität beider Gegner warnt. Den Auftakt des Doppel-Derby-Spieltages macht die Partie bei Eintracht Hagen am morgigen Freitag (19.30 Uhr), bevor am Sonntag (15 Uhr) TuSEM Essen zu Gast in der Wuppertaler Uni-Halle ist.

Überbewerten will Hinze den Tabellenstand nach drei Spieltagen nicht. "Dass Hagen mit 0:6-Punkten nicht gut dasteht, ist durch das Auftaktprogramm durchaus erklärbar", meint der Coach. Die Eintracht traf mit dem TV Emsdetten, HBW Balingen-Weilstetten und der HSG Nordhorn-Lingen auf drei Teams, denen Platzierungen in der Spitzengruppe zugetraut werden. "Gegen Balingen war Hagen 40 Minuten überlegen", erläutert Hinze. Mit 17:15 lagen die Westfalen vorne, kamen am Ende dann aber noch etwas hoch unter die Räder (24:32). Hinze: "In Nordhorn lieferte die Mannschaft ein großes Kampfspiel (27:30)."

Die Qualität des Kaders ist ordentlich. Viele Spieler verfügen über Bundesliga-Erfahrung. Dragan Tubic zum Beispiel, 2015 aus Balingen gekommen, ist ein ganz wichtiger Faktor in der Abwehr der Eintracht. Prominentester aktueller Zugang ist der 41-jährige Torhüter Dragan Jerkovic, der von TVB 1898 Stuttgart zum Aufsteiger wechselte. "Unterschätzen werden wir die Hagener bestimmt nicht", ist Hinze sicher.

Der Trainer macht sich vor allem Gedanken über die offensiv ausgerichtete Abwehr des Gegners. Mit einem Wechsel zwischen 5:1- und 3:2:1-Variante wollen die Hagener für viel Stress bei der angreifenden Mannschaft sorgen. "Es wird deshalb wichtig sein, dass wir unser Spiel und unser Tempo durchziehen und vor allem die Zweikämpfe auf den Halbpositionen gewinnen", erläutert Hinze. "Optimalerweise spielen wir natürlich kaum im Positionsangriff, weil wir aus der Abwehr Ballgewinne haben und per Gegenstoß und zweiter Welle Tore werfen."

Mit Eintracht-Coach Niels Pfannenschmidt ist Hinze bekannt. Wie er tickt, weiß der Wuppertaler aber nicht. "Er hat mal bei mir hospitiert", sagt der 38-Jährige. "Deshalb weiß er vermutlich mehr über mich, als ich über ihn." Für die Partie dürfte es eine untergeordnete Rolle spielen.

Der Fokus des BHC liegt in diesen Tagen voll auf dem Freitagspiel. Trotzdem plant Hinze freilich auch schon für das Heimspiel gegen TuSEM Essen. In einer Trainingseinheit am Samstag wird der Coach seine Mannschaft taktisch auf die Essener vorbereiten.

In der Uni-Halle könnte es am Sonntag zu einem sportlichen Wiedersehen mit Michael Hegemann kommen. Der 40-Jährige ehemalige BHC-Akteur ist bei TuSEM vorrangig Co-Trainer, hat in der Vorbereitung aber gespielt und steht auf der offiziellen Kaderliste. "Nach den drei Niederlagen zum Auftakt sagt mir mein Bauchgefühl, dass er reaktiviert werden könnte, um die Abwehr zu stabilisieren." Favorit sind die Löwen vor heimischer Kulisse in jedem Fall. Zwar verfügt der Derby-Gegner über eine renommierte erste Sieben, dahinter jedoch ist die Truppe hauptsächlich mit Eigengewächsen besetzt.

"TuSEM hat eine junge Mannschaft", weiß Hinze - das trifft sogar auf ihren Trainer zu. Mit Jaron Siewert beschäftigen die Essener den jüngsten Coach der Bundesliga-Geschichte. Der 23-Jährige kam aus der Nachwuchsabteilung der Füchse Berlin.

Quelle: RP
 
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