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Bergischer HC
Die nächste Chance ist zum Greifen nah

Bergischer HC: Die nächste Chance ist zum Greifen nah
Trainer Sebastian Hinze (vorn) will mit Ace Jonovski und dem BHC in Eisenach beide Punkte holen. FOTO: Imago
Solingen. Morgen Abend steht für den BHC in Eisenach ein eminent wichtiges Spiel im Abstiegskampf der Handball-Bundesliga an. Von Georg Amend

Die Riesenchance, gegen Zweitligist GWD Minden in das Finalturnier des nationalen Pokals einzuziehen, hat der Bergische HC ergriffen. Morgen Abend bietet sich ihm in der Handball-Bundesliga eine weitere große Gelegenheit, die sogar noch elementarer ist: Denn beim ThSV Eisenach geht es für den Tabellen-15. gegen den -16. um zwei ganz wichtige Zähler, nur ein Punkt trennt die beiden Kontrahenten und damit den BHC von einem Abstiegsplatz. "Klar ist das ein wichtiges Spiel, das wir gewinnen wollen", erklärt Trainer Sebastian Hinze und schiebt nach: "Ich sehe auch gute Chancen, dass wir da ein ein gutes Spiel machen. Das ist eine Riesenchance, gegen einen direkten Konkurrenten anzutreten und das für uns zu nutzen."

Der Plan dafür klingt denkbar einfach: "Wir müssen Tore verhindern und Tore werfen - das ist immer so", weiß Hinze. "Eisenach hat eine Abwehr, die zu Hause anders funktioniert als auswärts. Bis auf einen Punkt haben die alle zu Hause geholt, dabei waren viele knappe Spiele, auch gegen Mannschaften von oben. Wir müssen da einen kühlen Kopf bewahren und es selber schaffen, eine gute Abwehr zu stellen."

Dass sein Team auswärts auch anders funktioniert als zu Hause, nämlich seit dem 21. Februar in Minden auf einen Sieg in fremder Halle wartet, weiß der Trainer natürlich. Er betont aber: "Das darf intern kein Thema sein. Wir fahren dahin, um ein gutes Spiel zu machen. Es ist unsere Aufgabe, unser Qualität auf die Platte zu bringen. Es gibt dafür kein Zauberrezept, sonst hätten wir es schon gezogen." Und weiter: "Wir haben eine Idee, wie wir das Spiel gestalten wollen, und es gilt, das in der hitzigen Atmosphäre umzusetzen. Ich sehe Eisenach als Gegner, wo wir was holen können. Wir wollen sowieso, aber ich glaube, wir können auch. Es gilt, die Chance zu suchen."

Die war bei der 22:29-Niederlage am Samstag gegen Göppingen früh in der Partie nicht mehr da. "Ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, wir sind dran, und gleich kommt es, aber es kam nicht", beschreibt Hinze. "Deswegen ist der Funke auch nicht so auf das Publikum übergesprungen. Das lag an uns. Die Jungs wollten, haben alles reingeworfen, aber dann gab es immer ein paar Sachen - freie Würfe nicht reingemacht, technische Fehler -, die nicht so geklappt haben. Dazu hat Göppingen eine enorme Qualität, auch durch die Körperlichkeit, die sie reinwerfen." Die machte unter anderem Kristian Nippes zu schaffen, der Linkshänder rieb sich im rechten Rückraum regelrecht auf und wurde am Ende von Rechtshänder Alexander Hermann ersetzt. "Nippi war durch", konstatierte Hinze, der hofft, dass sich das Team bis morgen Abend wieder erholt hat: "Wir haben einen Tag mehr Regeneration, denn von Samstag bis Mittwoch ist es einen Tag länger als von Mittwoch bis Samstag. Ich denke, wir haben den Tag gut genutzt."

Gestern war dann im ersten Hallentraining nach dem Göppingen-Spiel auch Rechtsaußen Arnor Gunnarsson wieder im Aufbautraining. Ob der Isländer, der an einem Sehneneinriss in der Wurfschulter laboriert, bei den Partien morgen in Eisenach und Sonntag in Köln gegen den THW Kiel bereits wieder eingreifen kann, konnte Hinze gestern "nicht absehen".

Bei den morgigen Gastgebern wird Borut Mackovsek auflaufen, den slowenischen Nationalspieler verpflichtete Eisenach vor Kurzem von Montpellier nach. "Die sind ja eh international besetzt, die Jungs", weiß der BHC-Coach. "Mackovsek ist ein guter Transfer. Er kennt die Bundesliga, war schon in Hannover, und hat eine gute Runde gespielt. Der Transfer überrascht mich jetzt nicht." Die eigene Nachverpflichtung, der russische Spielmacher Inal Aflitulin, hat bislang noch keine Akzente setzen können, doch Hinze mahnt zu Geduld: "Die Integration von Inal geht gut. Wir haben englische Wochen, da bleibt nicht viel Zeit. Er hat einen Matchplan, was wir mit ihm machen wollen. Das können wir in der kurzen Zeit nur über seine Individualität lösen." In Eisenach wird der BHC aber nur als Mannschaft die große Chance im Abstiegskampf nutzen können.

Quelle: RP
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