| 18.40 Uhr

Bergischer HC
Ein unangenehmer Derby-Gegner

Bergischer HC: Ein unangenehmer Derby-Gegner
Nach fünf Treffern in Halbzeit eins konnte Bogdan Criciotoiu mit Verdacht einer Bänderverletzung im Wurfarm nicht weiterspielen. FOTO: Köhlen, Stephan
Solingen. Mit dem fünften Sieg in Serie steht der Bergische HC nach dem Derby-Wochenende ohne Punktverlust an der Tabellenspitze der 2. Handball-Bundesliga. Beim umkämpften 29:26 (16:12)-Erfolg gegen das Schlusslicht TuSEM Essen gab es für die Löwen allerdings viel zu tun. Von Guido Radtke

Nach dem Schlusssignal war Aufatmen im Lager der Bergischen HC angesagt. "Über dem Wochenende steht ganz groß, dass wir vier Punkte geholt haben", bilanzierte stellvertretend Viktor Szilágyi nach den beiden Erfolgen bei Eintracht Hagen und gestern gegen TuSEM Essen. Der Sportliche Leiter war froh, dass uns so ein Spiel zu Hause passiert sei: "Mit unseren Zuschauern haben wir das am Ende noch für uns entschieden". 

Mit den für Szilágyi "überraschenden" Problemen im Angriff" schaffte es der BHC nicht, seinen Vier-Tore-Vorsprung aus der ersten Halbzeit (16:12) zu transportieren oder gar weiter auszubauen. Ohne den bis dahin fünffachen Torschützen Bogdan Cricotioiu (Verdacht auf Bänderverletzung im Wurfarm) fehlte fortan ein wichtiger Akteur, um die unangenehme 4:2-Deckung von TuSEM Essen zu knacken.

"Wir haben versucht, ein Abwehrsystem zu spielen, das nicht auf der Rechnung des Gegners stand", erklärte Essens Coach Jaron Siewert. "Damit waren wir ein unangenehmer Gegner." Dass das Schlusslicht nichts Zählbares mitnehmen konnte, lag an dem beherzten Endspurt der Gastgeber. 

Knapp zehn Minuten vor Schluss führten die Bergischen mit nur einem Treffer, als Arnor Gunnarsson und Milan Kotrc jeweils mit Zeitstrafen vom Feld gestellt wurden. In doppelter Unterzahl verhinderte Christopher Rudeck mit einer sensationellen Parade den Ausgleich. Ohne in dieser Phase einen Gegentreffer kassiert zu haben, legte Fabian Gutbrod wenig später das entscheidende 23:21 (52.) nach. Unter der Anfeuerung der knapp 1900 Zuschauer in der Wuppertaler Unihalle brachte der BHC das knappe Polster zum 29:26-Erfolg über die Zeit.

 

 
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