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Bergischer Hc
Gustavsson und Szilágyi sind die Trümpfe von Trainer Hinze

Bergischer Hc: Gustavsson und Szilágyi sind die Trümpfe von Trainer Hinze
Starker Rückhalt in Hälfte zwei: Björgvin Gustavsson zauberte im BHC-Tor. FOTO: Huebner/Vogler
Solingen. Die Partie im Spielfilm: In beiden Halbzeiten geht es schlecht los für den BHC, doch dann beweist er unbändigen Willen.

1. Minute Die Startaufstellung des Bergischen HC ist aufgrund der Personalsituation ungewöhnlich: In der Defensive stehen von links nach rechts: Jan Artmann, Tomás Babák, Ace Jonovski, Moritz Preuss, Uros Vilovski und Nils Artmann. Trainer Sebastian Hinze hat eine offensive Formation gewählt: Eine 5:1- beziehungsweise 3:3-Abwehr, die auf den Halbrechten der HSG Wetzlar versetzt ist. Dort steht Vladan Lipovina, der beim 27:24-Sensationssieg der HSG vor zwei Wochen dem THW Kiel acht Tore eingeschenkt hat. Um es vorwegzunehmen: Gegen diesen BHC gelingt ihm kein einziges. Für den Angriff gibt es bei den Gästen einen Doppelwechsel, Vilovski und Jonovski machen Alexander Oelze, der auf die Mitte geht, während Babák auf halblinks beginnt, und Arnor Gunnarsson (halbrechts) Platz. im Tor startet Christopher Rudeck.

7. Minute Der BHC ist zwar mit dem Treffer zum 1:0 durch Babáks Wurf über das "falsche Bein" (in seinem Fall als Rechtshänder das rechte) gestartet, liegt nun aber mit 1:4 hinten. Im Angriff hatten die Gäste zu oft zu schnell abgeschlossen, das spielte Wetzlar in die Karten.

11. Minute Das Comeback: Viktor Szilágyi, eigentlich nur noch Sportlicher Leiter, steht wieder für den BHC auf der Platte. Er kommt in Unterzahl und ordnet sich erstmal linksaußen ein. Babák steht auf halblinks, Jan Artmann auf der Mitte. Durch Rotationen bringen seine Mitspieler aber Szilágyi in die Mitte.

20. Minute Es steht 7:4, und Szilágyi ist gerade zum zweiten Mal mit einem Stemmwurf an Nikolai Weber im Wetzlarer Tor gescheitert. Den Gegenstoß fängt Babák ab, in der Folge verkürzt der BHC durch Christian Hoße, der wie Jonovski sein Comeback nach einer Verletzung feiert, und Gunnarsson auf 6:7.

26. Minute Nun ist er drin: Szilágyi gelingt mit dem 8:7 sein erster Treffer als spielender Sportlicher Leiter. Babák gleicht kurz darauf sogar aus, Evars Klesniks bringt Wetzlar aber zur Pause mit 9:8 in Front.

34. Minute Die zweite Halbzeit ist denkbar schlecht für den BHC gestartet: Gunnarsson unterlaufen zwei Ballverluste, Moritz Preuss scheitert frei an Nikolai Weber, Vilovski foult Anton Lindskog, den Siebenmeter verwandelt Philipp Weber, Wetzlar stellt so auf 12:8. Dann erzielt Oelze den ersten Treffer des BHC in Hälfte zwei, auf der Gegenseite muss aber Jonovski mit zwei Minuten vom Feld. Den fälligen Strafwurf pariert aber der nun eingewechselte Gustavsson.

36. Minute Der isländische Nationaltorwart startet nun durch: In Unterzahl macht er Platz für Szilágyi, als Nikolai Weber dessen Stemmwurf aber pariert, und Wetzlar zu lange zögert, um den Ball ins leere Tor zu werfen, ist Gustavsson rechtzeitig zurückgesprintet und angelt sich den lässigen Lupfer von Klesniks. Kurz darauf fängt der Keeper noch einen harten Rückraumwurf. Es ist die Initialzündung, am Ende kommt er auf stolze zehn Paraden.

48. Minute Inzwischen lässt Trainer Hinze konsequent mit sieben Feldspielern angreifen, das Mittel zahlt sich aus. Gunnarsson hat zum 13:13 und 14:13 für die Gäste getroffen, Ex-BHC-Spieler Emil Berggren mit dem 14:14 und 15:14 gekontert. Was folgt, ist der Auftritt des geborenen Spiel-Entscheiders Szilágyi.

54. Minute Der Österreicher ist an allen Offensivaktionen der Gäste beteiligt: Neben seinen Vorlagen erzielt er vier seiner sieben Treffer in den letzten elf Minuten. Neben ihm glänzt Babák, sein Anspiel über den Kopf gegen zwei Gegenspieler zum am Kreis völlig freien Jan Artmann, der zum 17:16 trifft, ist ein Höhepunkt der Partie. Szilágyi bringt sein Team dann mit drei Treffern jeweils immer wieder zu einer Zwei-Tore-Führung und hält es damit auf der Siegesstraße. Dass er 69 Sekunden vor dem Ende eine doppelte Zeitstrafe erhält, kümmert niemanden. Oelze sorgt für den Schlusspunkt und den Jubel des BHC. ame

Quelle: RP
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