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Bergischer Hc
Gutbrod: Gelassen und gut gelaunt beim BHC

Bergischer Hc: Gutbrod: Gelassen und gut gelaunt beim BHC
"Und dann hauen wir die weg" - Fabian Gutbrod hat mit dem Bergischen HC ein klares Ziel für die Partie morgen Abend gegen Eisenach. FOTO: Imago
Solingen. Der Halblinke weiß um die Bedeutung der Handball-Partie morgen (20.15 Uhr) zu Hause gegen Bundesliga-Aufsteiger ThSV Eisenach. Von Georg Amend

Drei Spiele, kein Sieg, 0:6 Punkte, Tabellenvorletzter - die Bilanz des Bergischen HC in dieser Saison der Handball-Bundesliga ist natürlich derzeit kein Grund für Freudentaumel. Aber auch keiner zur Beunruhigung. "Das kam nicht völlig unerwartet", sagt Trainer Sebastian Hinze und ergänzt mit Blick auf die bisherigen Gegner SC Magdeburg, SG Flensburg-Handewitt und TSV Hannover-Burgdorf. "Wir haben uns alle gewünscht, dass es nicht mit 0:6 losgeht, aber dass es passieren könnte, war mit dem Auftaktprogramm klar." Daraus folgt: "Zwei Punkte am Mittwoch holen und fertig." Morgen (20.15 Uhr) stellt sich im ThSV Eisenach einer der drei Aufsteiger in der Klingenhalle vor, also eines der Teams, die es mit der Zielvorgabe "Klassenerhalt" hinter sich zu lassen gilt.

Um die Bedeutung der Partie gibt es auch keine zwei Meinungen. "Das ist eines der Spiele, das wir tunlichst gewinnen sollten, um dem Anspruch, die Klasse halten zu wollen, gerecht zu werden", sagt Hinze. Und Fabian Gutbrod ergänzt: "Das ist ein Heimspiel, das wir unbedingt gewinnen wollen und müssen." Der Halblinke spricht zwar damit den Druck an, der auf dem BHC liegt, er ist aber ohnehin die Gelassenheit in Person. "Wir werden uns jetzt taktisch auf Eisenach vorbereiten, und dann hauen wir die weg", sagt der 27-Jährige mit einer Ruhe, die aus der Kampfansage, die die Worte implizieren, eine reine Feststellung macht. "Das Selbstbewusstsein ist trotz 0:6 noch da. Das ist gut", ergänzt Hinze grinsend.

Trainer und Spieler lassen keinen Zweifel daran, dass sie um die Bedeutung der Partie wissen und auch den Gegner nicht unterschätzen werden. "Eisenach hat nach dem Wiederaufstieg einen Umbruch vollzogen, aber die Mentalität ist dieselbe. Es wird schwer gegen Eisenach, und es wird wehtun. Das müssen wir annehmen", betont Hinze. Gutbrod: "Das ist eine schwere und wichtige Aufgabe. Wir tun gut daran, uns nur damit zu beschäftigen. Es wird ein hartes Spiel, die werden sich Chancen ausrechnen - das müssen sie auch, wenn sie irgendwo punkten wollen." Beide meinen aber auch: "Wenn wir eine gute Leistung abrufen, werden wir gewinnen. Wir haben in den letzten zwei Jahren bewiesen, dass wir zu Hause schwer zu schlagen sind."

In dieser Saison kommt hinzu, dass sich der BHC trotz Verletzungssorgen - Viktor Szilágyi, Kristian Nippes und Milos Dragas fallen weiterhin aus, bei Christian Hoße gibt es eine kleine Chance, dass er spielen kann - unverkennbar weiterentwickelt hat. Auch durch Zugang Alexander Hermann, der aus dem linken Rückraum heraus bislang mit 18 Treffern der beste Torschütze des Teams ist. Dass sein Konkurrent auf seiner angestammten Position derzeit die Nase vorn hat, ist nichts, was Gutbrod schlaflose Nächte bereitet - im Gegenteil: "Man darf nicht vergessen, dass ich auch Spiele hatte, in denen ich nicht funktioniert habe und wir nicht wechseln konnten. Deswegen ist die Situation jetzt für mich, den Trainer und die Mannschaft durchweg positiv."

Dass der Zwei-Meter-Hüne durch Hermanns gute Leistungen nun im Angriff etwas weniger zum Zuge kommt, schlägt ihm ebenfalls nicht aufs Gemüt: "Sebastian hat eine Position gefunden, wo ich nicht störe", sagt Gutbrod launig, "beziehungsweise, wo ich mehr den Gegner störe als meine Mannschaft." Hinze kontert sofort: "Das ist nicht nur bescheiden, das ist auch Quatsch. Ich bleibe Fabian sicher in Erinnerung, weil ich der erste Trainer war, der ihn nur für die Abwehr eingewechselt hat. Aber er macht das sehr ordentlich. Wir wissen, was defensiv seine Stärken sind und was nicht. Wir wollen seine Stärken nutzen." Und damit morgen die ersten Punkte in dieser Saison einfahren.

Quelle: RP
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