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Bergischer HC
Hinze erwartet den bisher stärksten Gegner

Bergischer HC: Hinze erwartet den bisher stärksten Gegner
Christopher Rudeck erfüllt seine Rolle als Nummer eins zwischen den Pfosten bislang sehr erfolgreich - auch wenn Trainer Hinze immer noch ein paar Bälle findet, die er mehr hätte halten können. FOTO: Imago
Solingen. 2. Handball-Bundesliga: Der Bergische HC empfängt den VfL Lübeck-Schwartau - ein Gipfeltreffen des Ersten gegen den Zweiten. Von Thomas Rademacher

Gerade ein paar Tage ist es her, dass der Bergische HC auf den Zweiten der 2. Handball-Bundesliga getroffen ist. Bei der SG Bietigheim präsentierten sich die Löwen überragend und gewannen 33:23. Als neuer erster Verfolger ist am Samstag (19 Uhr) der VfL Lübeck-Schwartau zu Gast in der Klingenhalle. "Ich schätze sie deutlich stärker ein", meint BHC-Trainer Sebastian Hinze: "Was körperlich und an Erfahrung auf uns zukommt, ist noch mal eine Stufe höher."

Die Lübecker verfügen über eine homogene und ausgeglichene Mannschaft. "Sie sind auf allen Positionen doppelt, auf manchen sogar dreifach besetzt", weiß Hinze. Viele Spieler sind mehr als zwei Meter groß - was die Körperlichkeit betrifft, erinnert der VfL eher an einen Erstligisten. "Es ist unser stärkster Gegner bisher", findet der Coach.

Ein Blick auf die Torschützenliste beweist die Ausgeglichenheit der Mannschaft. Rückraumspieler Oliver Milde führt die Gäste mit 66 Toren an, dahinter liegen sechs Spieler mit 30 oder mehr Treffern. "Auch in Lübeck hat man die Qual der Wahl, wenn es um die Frage geht, wer spielen soll." Dieses Luxusproblem hat Hinze in dieser Saison freilich selbst. Csaba Szücs und Bastian Rutschmann fallen erwartungsgemäß noch aus. Der Rest des Kaders steht zur Verfügung. Auch der zuletzt angeschlagene Maciej Majdzinski hat die ganze Woche mittrainiert.

Möglichkeiten, Lösungen gegen die starke 6:0-Deckung des VfL zu finden, wird Hinze genug haben: "Es ist extrem wichtig, dass wir die Abwehr auseinanderziehen." In der Deckung sieht der Trainer seine Mannschaft gut gerüstet. "Was Lübeck spielt, passt gut zu unserem System." Wobei es natürlich möglich ist, dass sich VfL-Trainer Torge Greve etwas einfallen lässt. "Schwartau ist von allen Teams wohl am besten auf uns vorbereitet", erläutert Hinze: "In den letzten Wochen sind sie immer auf den Gegner getroffen, gegen den wir als letztes gespielt hatten. Deshalb haben sie ständig Spiele von uns gesehen, und ich habe viel mit Torge telefoniert." Die Trainer kennen sich gut, haben gemeinsam den A-Lizenz-Lehrgang absolviert und sind bei ihren Vereinen jeweils seit 2012 im Amt. Trotzdem stellt Hinze klar: "Ich schätze unsere Qualität höher ein." Alles andere wäre bei allem Respekt vor dem Gegner angesichts der aktuellen Tabellensituation Tiefstapelei. Mit 30:0-Punkten liegen die Löwen vorne. Von Platz zwei bis zehn tummeln sich Mannschaften mit acht bis elf Minuspunkten. "Gegenwärtiger Stand ist, dass neun Minuspunkte zum Aufstieg reichen", sagt Hinze auf die Frage, ob er denn schon rechnen würde. Eine sehr pessimistische Prognose, die der Coach freilich auch nicht ganz ernst meint. Er ist nur kein Freund davon, sich mit solchen Themen zu beschäftigen. Und noch weniger mag er es, wenn ihm die Gegner seit dem ersten Spieltag zum Aufstieg gratulieren. "Es ist noch nicht einmal die Hinrunde vorbei."

Setzen die Löwen ihre Erfolgsserie fort, würden sie eine Woche später wohl erneut auf den Tabellenzweiten treffen: den derzeit drittplatzierten HBW Balingen-Weilstetten. Für Hinze zählt aber nur das nächste Spiel, in dem es erneut auch auf eine gute Torhüterleistung ankommen wird. Christopher Rudeck trägt die Verantwortung. "Er ist die Nummer eins. Mit der Situation nach Rutschmanns Verletzung ist Christopher nicht gehemmt umgegangen. Darüber und über seine Gesamtleistung bin ich sehr glücklich", sagt der Trainer.

Quelle: RP
 
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