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Bergischer HC
In der Klingenhalle zu voller Stärke

Bergischer HC: In der Klingenhalle zu voller Stärke
Über Erik Schmidt (rechts) muss Fabian Gutbrod (beim Wurf) diesmal nicht kommen, der Europameister fehlt dem TSV Hannover-Burgdorf derzeit verletzt. Ob der BHC-Halblinke spielen kann, entscheidet sich erst heute. Mait Patrail, Morten Olsen und Alexander Oelze (von links) sollten an Bord sein. FOTO: Schilling (Archiv)
Solingen. Der BHC empfängt Hannover dort, wo er diese Saison bislang ungeschlagen ist. Gutbrod steht vor dem Comeback. Von Georg Amend

Dass der Bergische HC seine Heimspiele der Handball-Bundesliga in zwei Hallen austrägt, ist dem Zusammenschluss zwischen Solinger und Wuppertaler Verein geschuldet. Wünschenswert für die Zukunft ist das indes nicht - das zeigt unter anderem das Bestreben des Klubs, eine Bergische Arena zu bauen, die zentral zwischen beiden Städten liegt. Auch ein Blick in die aktuelle Heimstatistik zeigt, dass der BHC mit einer Halle besser klarzukommen scheint als mit zweien: In der Wuppertaler Unihalle gingen alle sechs bisherigen Heimspiele in dieser Saison verloren, in der Klingenhalle gab es aus vier Begegnungen drei Siege und ein Unentschieden. In Solingen ist der BHC also noch ungeschlagen. Morgen (19 Uhr) will der TSV Hannover-Burgdorf diese Serie brechen.

Die Gäste müssen zwar auf ihre frischgebackenen Europameister Erik Schmidt und Kai Häfner (beide verletzt) verzichten, doch Sebastian Hinze glaubt nicht, dass das unbedingt ein Vorteil für sein Team sein könnte: "Hannover hat auch ohne die beiden noch eine hohe Qualität", weiß der BHC-Trainer, und erklärt mit Blick auf seine Spielvorbereitung: "Ich muss jetzt neu anfangen zu überlegen: Was macht Hannover? Mit den beiden stand das System, nun müssen sie sich neu einstellen. Es wird etwas Neues kommen, und das habe ich noch nicht sehen können. Diese Unbekannte muss die Mannschaft am Samstag relativ schnell erkennen und lösen." Die Chancen seines Teams seien aufgrund des Ausfalls der Hannoveraner Europameister "weder größer noch kleiner" geworden, aber: "Vom Gefühl her glaube ich, dass es sogar eher schlechter für uns ist. Kurzfristig kann jede Mannschaft so etwas kompensieren."

Damit kennt sich Hinze selbst bestens aus, immerhin musste er in dieser Saison etliche neue Lösungen aufgrund von Verletzten finden. Dort zeichnet sich zumindest ab, dass morgen Fabian Gutbrod in den Kader zurückkehren könnte. Der wurfgewaltige Halblinke hat seine Patellasehnen-Probleme überstanden und wieder voll mittrainiert. Ob und wie er ihn einsetzt, entscheidet Hinze aber erst nach dem heutigen Training. Fragezeichen stehen hinter den Einsätzen von Jan Artmann (Knieprobleme), Arnor Gunnarsson und Max Weiß (beide Grippe). Für die beiden letztgenannten werde es "extrem eng", glaubt Hinze. Rechtsaußen Gunnarsson hat sich am Montag mit seinem Infekt abgemeldet, Kreisläufer Weiß erst gestern.

Unabhängig von der Aufstellung gilt für den Trainer: "Wir müssen die Zweikämpfe, die Leidenschaft und das Deckungsverhalten so bringen, dass wir zeigen, dass der Abstiegskampf angenommen ist. So, wie wir es in den letzten beiden Spielen geschafft haben." Da gab es vor dem so sehr ersehnten Auswärtssieg beim TBV Lemgo zwar eine Niederlage gegen den VfL Gummersbach, die fiel mit 22:23 aber denkbar knapp aus - und passierte, na klar, in der Wuppertaler Unihalle. Zur Statistik in der Klingenhalle sagt Hinze: "Das nimmt man schon als Positives mit, dass wir da noch ungeschlagen sind."

Um eine Lanze zu brechen - in der Vorsaison war die Unihalle ein gutes Pflaster: Aus acht Spielen gab es sechs Siege, darunter gegen die Topteams Flensburg, Berlin und Rhein-Neckar-Löwen. In der Klingenhalle gab es zwar nur eine Niederlage, die Ausbeute war mit zehn Punkten aber geringer als in Wuppertal (zwölf). Nur so am Rande.

Quelle: RP
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