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Bergischer Hc
In Erinnerungen schwelgen nützt dem BHC nichts

Bergischer Hc: In Erinnerungen schwelgen nützt dem BHC nichts
Die Behandlung von Kristian Nippes schlägt an. FOTO: Mak (Archiv)
Solingen. Der Handball-Bundesligist empfängt heute (20.15 Uhr) Spitzenreiter Rhein-Neckar Löwen, den er in der Vorsaison sensationell schlug. Von Georg Amend

Heute Abend (20.15 Uhr) stellt sich der verlustpunktfreie Tabellenführer der Handball-Bundesliga beim Bergischen HC in der Wuppertaler Unihalle vor - die Rhein-Neckar Löwen, deren bisherige Leistung makellos ist: Alle fünf Partien haben sie gewonnen und mit gerade einmal 106 kassierten Treffern stellen sie aktuell die beste Abwehr der Liga: Es sind im Schnitt 21,2 Gegentore, annähernd so defensivstark sind nur die Füchse Berlin, die in vier Spielen 105 Treffer hinnehmen mussten, was einen Schnitt von 26,25 bedeutet.

Kein Wunder also, dass BHC-Trainer Sebastian Hinze dem Gegner mit einem Schmunzeln attestiert: "Die machen schon einen sehr stabilen Eindruck." Der Coach mag keine Quervergleiche, und auch wenn er an das Vorjahr erinnert, als die Rhein-Neckar Löwen sensationell mit 23:24 in der Unihalle besiegt wurden ("Damals waren sie ein halbes Jahr ohne Niederlage"), weiß er auch: "Das nützt nichts. Es ist eine neue Saison, die haben ein neues Torhütergespann und einen neuen Kreisläufer. Die Voraussetzungen sind anders." Und weiter zum (Un-) Sinn von Quervergleichen: "Göppingen verliert mit elf Toren gegen die Rhein-Neckar Löwen, wir verlieren mit zwölf gegen Göppingen. Wenn das im Sport immer so einfach wäre. . . Na, halleluja."

Mit einer 23-Tore-Niederlage ist nun wirklich nicht zu rechnen, dazu waren die Leistungen des BHC in dieser Saison zu konstant - mit Ausnahme der zweiten Halbzeit in Göppingen, wo die Bergischen nach knappem 11:13-Pausenrückstand noch eine 19:31-Klatsche kassierten. "Unsere Aufgabe ist jetzt, die zweite Halbzeit von Göppingen aus den Köpfen zu kriegen, und wozu das reicht, werden wir sehen. Es ist nur leider so, dass es bei diesen Gegnern nicht immer nur von uns abhängig ist", sagt Hinze, der ergänzt: "Wir wissen aber: Wenn wir das, was den BHC ausmacht, reinwerfen, sind wir ein unangenehmer Gegner. Ob das reicht? Das ist unter den jetzigen Voraussetzungen zumindest nicht wahrscheinlich." Daran ändert auch die Erinnerung von Max Weiß an die Vorsaison nichts: "Da hatten wir die Aggressivität, den Willen und den Glauben, dass wir so eine Mannschaft zu Hause auch schlagen können."

Der BHC-Kreisläufer fiel damals verletzt aus, diesmal fehlt ein Trio: Milos Dragas, Viktor Szilágyi, der heute seinen 37. Geburtstag feiert, und Kristian Nippes. Letzterer ist noch einmal am lädierten Knie untersucht worden. Das Ergebnis: Die konservative Behandlung schlägt an, eine Operation ist nicht nötig. Der Halbrechte fällt allerdings noch ein paar Wochen aus.

Quelle: RP
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