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Bergischer Hc
Max Weiß hat beim BHC Wort gehalten

Bergischer Hc: Max Weiß hat beim BHC Wort gehalten
12. Dezember 2015: Weiß hat Sekunden vor Schluss gegen Lemgo von der Mittellinie ins leere Tor das 31:30 erzielt und wird danach fast erdrückt. FOTO: mak (Archiv)
Solingen. Der Kreisläufer wollte vor seinem Rücktritt das Final Four und den Klassenerhalt erreichen. Beides ist gelungen. Von Georg Amend

Max Weiß ist nicht viel herumgekommen. Gerade einmal drei Vereine stehen in der Vita des Handballers, der seine Profikarriere beim Zweitligisten SV Concordia Delitzsch begann, mit der HSG Düsseldorf seine ersten Schritte in der Bundesliga machte, bevor er sich im Dezember 2011 dem Bergischen HC in eben dieser Spielklasse anschloss. Am Ende jener Saison stand der Abstieg, doch der gebürtige Freiberger kam mit dem Klub auch direkt wieder nach oben und hat nun mit ihm zum dritten Mal in Folge die Klasse gehalten.

Als er im November vergangenen Jahres erklärt hatte, dass er mit nur 27 Jahren seine Karriere beenden würde, hatte Weiß gesagt: "Ich möchte mich verabschieden mit einem Final-Four-Ticket und dem Klassenerhalt." Letzteres klang beim damaligen Tabellenvorletzten, der nach zwölf Spielen gerade einmal vier Punkte auf dem Konto hatte - von einer Insolvenz des HSV Handball war zu dem Zeitpunkt auch noch keine Rede - ein wenig verwegen. Doch Weiß hat Wort gehalten, seine beiden damals genannten Ziele erreicht. "Darüber bin ich auch sehr froh", sagte der Kreisläufer gestern vor dem Training. "Aber natürlich macht es alles noch ein wenig wehmütiger."

Vor allem mit dem Dezember 2015 dürfte Weiß positive Erinnerungen verbinden. Der BHC stand zwar weiter im Tabellenkeller, doch er selbst beendete die Serie von neun sieglosen Spielen, darunter acht Niederlagen, als er im Heimspiel gegen den TBV Lemgo den Ball vom Mittelkreis zum 31:30-Sieg ins verwaiste gegnerische Gehäuse warf, weil Lemgo den Torhüter zugunsten eines zusätzlichen Feldspielers heruntergenommen hatte. Die Jubeltraube seiner Mitspieler schob den kampfstarken Modellathleten damals bis ins Tor. Nur vier Tage später machte der BHC den Final-Four-Einzug klar, und der Auftritt Ende April in Hamburg dürfte eines der Highlights in Weiß' Karriere gewesen sein.

16. Dezember 2015: Max Weiß (rechts) jubelt mit Siegtorschütze Christian Hoße über den erstmaligen Einzug des BHC ins Final Four. FOTO: Imago

Obwohl die Saison also großartige Erinnerungen bereithält, steht seine Entscheidung, er will sich in seinen "zweiten Lebensabschnitt" stürzen. Der Student der Medien- und Kulturwissenschaften wird in den nächsten Wochen seine Bachelor-Arbeit bei der Heinrich-Heine-Universität abgeben, danach geht es mit Freundin Lisa auf Weltreise. "Ende August geht es los", so Weiß, auf dessen Plan unter anderem Südostasien, die amerikanische Westküste und Neuseeland stehen. Danach ist Max Weiß ganz sicher viel herumgekommen, auch wenn es bei nur drei Klubs in seiner Handball-Vita bleiben sollte.

Quelle: RP
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