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Bergischer Hc
Nach dem Sieg ist vor Göppingen

Bergischer Hc: Nach dem Sieg ist vor Göppingen
Auf BHC-Torwart Björgvin Gustavsson wird es morgen in Göppingen wieder ankommen. FOTO: Imago
Solingen. Die ersten beiden Punkte hat der BHC in dieser Saison eingefahren - morgen kämpft er um die nächsten zwei. Von Georg Amend

Der 30:22-Erfolg über Aufsteiger ThSV Eisenach war eminent wichtig für den Bergischen HC, bedeutete er doch die ersten beiden Punkte in dieser Saison der Handball-Bundesliga. Deren Spielplan bringt es indes mit sich, dass man sich nicht allzu lange mit der Freude darüber aufhalten kann. "Ich bin schon im Göppingen-Fieber", bekannte BHC-Trainer Sebastian Hinze gestern Mittag, rund 14 Stunden nach dem Sieg über Eisenach. Und auch Mittelmann Alexander Oelze erklärte direkt nach Abpfiff der Heimpartie gegen Eisenach: "Heute Abend können wir uns freuen, aber dann steht Göppingen an." Denn die Partie bei "Frisch Auf" steigt bereits morgen (20.15 Uhr, EWS-Arena).

Nun hatte zwar auch der nächste Kontrahent eine sogenannte Englische Woche, anders als der BHC aber kann er sich nicht damit beschäftigen, das Momentum der Freude kurz zu halten. Vielmehr müssen die Göppinger die empfindliche 14:25-Packung verdauen, die sie sich am Mittwochabend bei den Rhein-Neckar Löwen einfingen. "Grundsätzlich finde ich das nicht positiv für uns", sagte Hinze mit einem leisen Lachen. "Aber das kann ich nicht beeinflussen. Man kann jedoch davon ausgehen, dass sie mit Wut im Bauch in die ersten Minuten der Begegnung gehen, weil das nicht ihr Anspruch war, wie sie gespielt haben." Und Oelze, der mit dem zehnfachen Torschützen Fabian Gutbrod und Torhüter Björgvin Gustavsson das überragende Trio beim Sieg über Eisenach gebildet hatte, bemerkte ebenfalls mit Blick auf das jüngste Ergebnis des Gegners: "Göppingen wird zu Hause sicher nicht abschenken, und auswärts tun wir uns ja eh schwerer."

FOTO: imago sportfotodienst

Das mag stimmen, aber Hinze konstatierte nach dem Eisenach-Spiel bereits: "Mit der Leistung denke ich, dass wir in Göppingen um unsere Chance kämpfen können, die ersten zwei Auswärtspunkte in dieser Saison zu holen." Gestern ergänzte er: "Die Favoritenrolle ist klar verteilt - das braucht man bei diesen Gegnern auch nicht immer zu wiederholen. Aber wenn wir es schaffen, eine gute Abwehr zu stellen, so wie wir das in den meisten Spielen bereits geschafft haben, und das über 60 Minuten, ohne eine Schwächephase wie in Hannover, dann habe ich schon den Eindruck, dass wir den Ausgang des Spiels selber beeinflussen können und nicht so sehr darauf angewiesen sind, was Göppingen macht."

Das Rezept für einen Erfolg beschreibt Hinze so: "Wir müssen in Göppingen sehr geduldig spielen, weil sie ein überragendes Konterverhalten haben, wenn ihr Paket mit Abwehr und Torwart greift. Und das greift meistens. Wir müssen konsequente Abschlüsse und ein gutes Rückzugsverhalten haben. Dazu selber in der Abwehr die Mitte dicht bekommen. Das wird eine harte Aufgabe." Einer, der exakt dafür geholt wurde, ist Ace Jonovski. Der mazedonische Nationalspieler fand sich gegen Eisenach zwar zu Beginn auf der Bank wieder, das war aber dem taktischen Konzept seines Trainers geschuldet: "Ich wollte keine zwei Wechsel", erläuterte Hinze, der mit der Arbeit des Abwehrchefs trotz dessen Disqualifikation nach drei Zeitstrafen in der 41. Minute gegen Eisenach sehr zufrieden ist: "Man muss auch sehen, dass wir mit ihm in 30 Minuten nur sechs Gegentore bekommen haben."

Das lag freilich auch an Torwart Gustavsson, der mit 15 Paraden - darunter etliche freie Würfe, auch in Unterzahl - einen Sahnetag erwischt hatte. Auf ihn wird es morgen erneut ankommen. "Wir brauchen auch einen starken Torwart in Göppingen", sagte Hinze. Dann kann sich der BHC vielleicht ab morgen Abend auch etwas länger freuen.

Quelle: RP
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