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Bergischer Hc
Nach gutem Start wirft der BHC seine Mini-Chance weg

Solingen. Beim Spitzenreiter der Handball-Bundesliga, den Rhein-Neckar Löwen, hält Torwart Gustavsson sein Team zunächst auf Kurs.

Drei Wochen hat der Bergische HC nun in der Handball-Bundesliga Pause, bevor am 16. April der SC DHfK Leipzig in die Wuppertaler Unihalle kommt und den Saisonendspurt mit sieben Spielen einläutet. Die Stimmung in dieser Liga-Unterbrechung könnte schlechter sein, immerhin hat der BHC mit den Siegen über Lemgo und Hannover gezeigt, dass er im Abstiegskampf bestehen kann. Er hat sich sogar ein kleines Drei-Punkte-Polster auf den ersten Abstiegsrang herausgeworfen, den Eisenach belegt, das allerdings auch zwei Spiele weniger absolviert hat. Es bleibt also eng.

Absolute Bonuspunkte hätte der BHC am Mittwochabend einfahren können, doch erwies sich die Hürde beim Tabellenführer Rhein-Neckar Löwen beim 20:28 (10:14) wie erwartet als zu hoch. Zwar hielten die Gäste in Mannheim das Spiel in den ersten 15 Minuten offen, das gelang ihnen aber vornehmlich nur, weil Torwart Björgvin Gustavsson erneut einen starken Tag erwischt hatte. Der Isländer sorgte unter anderem dafür, dass der deutsche Nationalmannschaftskapitän Uwe Gensheimer von seinem Trainer Nicolaj Jacobsen ausgewechselt wurde, nachdem er drei Mal - darunter bei einem Siebenmeter - an Gustavsson gescheitert war.

Offensiv spielte der BHC gefällig und konzentriert, allerdings fehlte ohne den verletzten Fabian Gutbrod und den erkrankten Max Weiß doch etwas Durchschlagskraft, die Alexander Hermann von halblinks gegen diesen Gegner nicht über 60 Minuten aufrechterhalten konnte. Der taktische Schachzug von Trainer Sebastian Hinze, den etatmäßigen Mittelmann Inal Aflitulin auf linksaußen zu stellen, um von dort für mehr Druck für den Rückraum zu sorgen, ging nur bedingt auf. Hinzu kam, dass Kapitän Viktor Szilágyi - der allerdings auch grippegeschwächt war - einen schwarzen Tag erwischt hatte und trotz zahlreicher Versuche ohne Treffer blieb. So war in Mannheim nichts zu holen.

Hinze meinte dann auch an die Adresse der Gastgeber: "Es war ein verdienter Sieg." Weiter analysierte der BHC-Trainer: "Wir sind sehr gut ins Spiel gekommen und konnten auf eine gute Torwart- und Abwehrleistung aufbauen. Als wir dann ein paar technische Fehler und Probleme im Rückzug hatten, sind wir mit minus vier in die Pause gegangen. In der zweiten Halbzeit haben wir es nicht mehr geschafft, die Abwehr in Bewegung zu bringen und haben Abschlüsse ohne Bewegung nehmen müssen. Die wollten wir eigentlich verhindern. Dass wir uns dann noch eimal gefangen haben, hat mir gefallen. Um hier etwas zu holen muss man aber über 60 Minuten eine Top-Leistung bringen."

Sein Gegenüber meinte: "Ich bin mit unserer Abwehr sehr zufrieden. Mit einem guten Torhüter dahinter haben wir dem BHC das Leben schwer gemacht." Jacobsen wusste aber auch: "In den ersten 15 Minuten sind wir sehr fahrlässig mit unseren Chancen umgegangen. Dass wir mit vier Toren Vorsprung in die Pause gehen, war ein bisschen Glück. Wir hätten heute mehr Tore machen können und verschießen drei Siebenmeter." Die parierte allesamt Gustavsson.

(ame)
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