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Bergischer Hc
Neun Erkenntnisse aus Stuttgart - die Sorge überwiegt

Solingen. Die 23:25-Niederlage des Bergischen HC bei Aufsteiger TVB Stuttgart war mehr als bitter. Dass neben Stuttgart auch Balingen (27:26 gegen Wetzlar) doppelt und der Tabellenletzte TuS Nettelstedt-Lübbecke einfach (29:29 gegen Hannover) punkteten, macht den Abstiegskampf in der Handball-Bundesliga für den BHC natürlich nicht einfacher. Als einziger nicht-direkter Konkurrent blieb nur der ThSV Eisenach am Wochenende ohne Zähler, er steht weiter einen Punkt entfernt auf dem ersten Rang des rettenden Ufers.

Die Niederlage in Stuttgart bringt neun Erkenntnisse:

1. Auswärtsschwäche Sie ist chronisch, seit fast genau einem Jahr gab es keinen Auswärtssieg mehr, in dieser Saison noch keinen Punkt in fremden Hallen. Grund zur Sorge.

2. Direkte Duelle Gegen die direkten Konkurrenten hat der BHC in der Hinrunde gepunktet - allerdings fuhr er die Siege gegen Eisenach, Lübbecke und Lemgo alle zu Hause ein, ebenso den einen Punkt gegen Stuttgart. In Eisenach und in Stuttgart hat der BHC die Rückspiele verloren, es geht noch nach Lübbecke, Lemgo und Balingen. Das ist nach Punkt 1 derListe Grund zur Sorge.

3. Anzahl Heimspiele Zwölf Partien stehen für den BHC noch an, sechs zu Hause. Das könnte zwölf Zähler bringen, die reichen könnten. Viel Konjunktiv, es bleibt Sorge.

4. Torhüter Björgvin Gustavsson erwischte in Stuttgart einen Tag zum Vergessen: 27 Minuten, null Paraden. Dass es nicht schlechter geht, ist ein kleiner Funke Hoffnung.

5. Abwehr Zumindest die hat in Stuttgart in nahezu allen Varianten funktioniert, der statistisch unfairste Spieler der Liga, Ace Jonovski, legte da eine blitzsaubere Vorstellung hin und bewies so, dass Statistik nicht alles ist. Grund zur Hoffnung.

6. Feuer In den Spielern lodert das Feuer in jeder Partie, das sieht man zum Beispiel beim Torjubel des Einzelnen. Doch es entwickelt sich daraus kein Flächenbrand für das ganze Team. Grund zur Sorge.

7. Kampf Das Kämpferische kann man dem BHC sicher nicht absprechen, wenn es aber dazu führt, dass sich beispielsweise Viktor Szilágyi mehr auf Kleinkriege mit Gegnern als auf die Spielsteuerung konzentriert, ist auch das Grund zur Sorge.

8. Durchschlagskraft Ohne den besten Feldtorschützen Fabian Gutbrod fehlte - bei aller Dynamik von Alex Hermann - die Wucht aus dem Rückraum, zumal der in der Hinrunde starke Alexander Oelze gerade in der Krise ist. Gutbrod fällt wochenlang aus - Grund zur Sorge.

9. Erfahrung im Abstiegskampf Seit dem Wiederaufstieg kämpft der BHC um den Klassenerhalt, hat ihn zwei Mal geschafft und daher damit Erfahrung. Reicht das? Diese Frage klingt nicht nur voller Sorge.

GEORG AMEND

Quelle: RP
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