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Bergischer HC
Nippes rechnet mit einem "heißen Tanz"

Bergischer HC: Nippes rechnet mit einem "heißen Tanz"
Kristian Nippes ist im Innenblock einer der Erfolgsgaranten für die Bergischen Löwen in dieser Saison. FOTO: Imago
Solingen. Am Sonntag will den Löwen den ersten von drei noch nötigen Siegen Richtung Bundesliga schaffen. Von Thomas Rademacher

Neun Partien muss der Bergische HC noch in der 2. Handball-Bundesliga absolvieren. Doch ihr großes Ziel werden die Löwen voraussichtlich schon vorher erreichen. "Wir haben uns erarbeitet, es in eigner Hand zu haben", sagt Sebastian Hinze. Wann es passiert, ist dem Cheftrainer relativ egal. "Wir schauen auf die Dinge, die wir beeinflussen können." Das ist zunächst die Begegnung bei der HSG Nordhorn-Lingen. Am Sonntag (17 Uhr) ist der BHC im Euregium zu Gast.

Die HSG ist überzeugend in die Saison gestartet, hat sich aber spätestens nach der Winterpause aus dem Aufstiegsrennen verabschiedet. Als Achter mit 35:23-Punkten geht es für die Niedersachsen noch um das Erreichen einer möglichst guten Platzierung. Zuletzt verlor die Truppe oft gegen Teams der oberen Tabellenregion, schlug Mannschaften von unten aber souverän. "Daran sieht man, dass Nordhorn immer ein gewisses Niveau erreicht", weiß Hinze. "Sie sind sehr konstant. Das bedeutet für uns, dass wir auf jeden Fall über dieses Niveau kommen müssen."

Die Löwen arbeiten intensiv daran, dass dies gelingt. Zwar war am Dienstag aufgrund des Streiks im öffentlichen Dienst kein Training in der Klingenhalle möglich, doch dafür ist am Samstag eine zusätzliche Einheit in der Wuppertaler Unihalle anberaumt. "Da wir erst am Sonntag spielen, war der Ausfall am Dienstag nicht ganz so kritisch", findet der Coach.

Seit Montag trainiert die Truppe wieder komplett. Alle Nationalspieler sind fit von ihren Länderspielen zurückgekommen. "Stand jetzt wird nur Jonas Dell am Sonntag fehlen", freut sich Hinze. Positive Nachrichten gibt es auch vom Kreisläufer. Der am Sprunggelenk verletzte Dell hat das Training wieder aufgenommen. "Es dauert noch eine Weile, bis er wieder voll belasten kann, aber es ist wichtig für seine Motivation, dass er langsam wieder einsteigt." Einfach dürfte die Aufgabe in Nordhorn trotz der guten personellen Situation nicht sein. Das Hinspiel gewannen die Löwen überzeugend mit 29:18. "Da hatte Nordhorn aber auch im Innenblock Ausfälle", erinnert sich Hinze.

Die 6:0-Deckung der Niedersachsen wird am Sonntag voraussichtlich gut eingespielt auflaufen. "Sie stellen hin und wieder mal auf eine 5:1-Variante um, aber die Grundidee ist immer eine 6:0." Fehler bestraft die HSG mit ordentlichem Tempospiel. Eigene Nachlässigkeiten wollen die Löwen so wenig wie möglich begehen, damit der erste von drei nötigen Siegen zum Bundesliga-Aufstieg gelingt. Im Optimalfall könnte der Sprung bereits kommende Woche Freitag gelingen. Dafür ist ein Sieg in Nordhorn Pflicht, während der Dritte VfL Lübeck-Schwartau bei den Rimpar Wölfen verliert. In dem Fall hätte der BHC in der Klingenhalle gegen den Wilhelmshavener HV Matchball.

"Es wäre einfach schön, zu Hause aufzusteigen", meint Kristian Nippes. "Die meisten unserer Klassenerhalte und beide Aufstiege haben wir auswärts gefeiert. Deshalb und, weil viel mehr Fans dabei sein könnten, wäre ein solches Erfolgserlebnis in heimischer Halle aus emotionaler Sicht klasse." Nüchtern betrachtet, sieht es der Kapitän freilich wie Hinze. "Das Allerwichtigste ist, dass wir es schaffen. Niemand von uns hat Zweifel, denn wir haben uns die gute Ausgangssituation Woche für Woche hart erarbeitet." In Nordhorn rechnet Nippes mit einem heißen Tanz. "Seit Jahren spielt die Mannschaft konstant und mit großer Heimstärke", erläutert der der 30-Jährige, den das Hinspiel zuversichtlich stimmt: "Das hatten wir sehr gut im Griff."

Quelle: RP
 
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