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Bergischer Hc
"Selbstkritik bringt uns weiter"

Bergischer Hc: "Selbstkritik bringt uns weiter"
Alexander Hermann im Anflug: Der Halblinke des BHC war zu Saisonbeginn in Top-Form, traf damals gegen Gummersbach acht Mal. Dann warf ihn ein Muskelfaserriss zurück. Im Pokal heute will er den nächsten Schritt machen. FOTO: Imago (Archiv)
Solingen. Der BHC tritt heute im Achtelfinale des nationalen Handball-Pokals erneut bei Bundesliga-Konkurrent Balingen an. Von Georg Amend

Alexander Hermann war so gar nicht zufrieden. Weder mit dem Ergebnis von 23:27 seines Bergischen HC am Samstag in der Handball-Bundesliga bei HBW Balingen-Weilstetten, noch mit seiner eigenen Leistung. "Ich bin eine Woche im Training, aber ich kann viel besser spielen", meinte der Halblinke, der nach einem Muskelfaserriss im Hüftbeuger sein Comeback feierte. Damit war er nicht allein, denn auch sein Positionskollege Fabian Gutbrod, Mittelmann Alexander Oelze und Linksaußen Christian Hoße hatten sich in Balingen wieder fit gemeldet. Die Niederlage konnten sie indes nicht verhindern.

An selber Stelle soll es heute Abend (20.15 Uhr) besser ausgehen für die Gäste: Im Achtelfinale des nationalen Pokals will der BHC mit einem Sieg die nächste Runde erreichen. Dazu hat der Klub in Kronau ein Kurztrainingslager aufgeschlagen, um die Reisestrapazen zu minimieren, was natürlich auch für die gerade erst wieder fit gewordenen Akteure wie Alex Hermann wichtig ist. "Man merkt, dass die Spieler gerade erst zurückgekommen sind", sagt Trainer Sebastian Hinze. "Das ist aber ein normaler Prozess, und man sieht eine klare Entwicklung." Dass Hermann mit nur einem Treffer in Balingen nicht zufrieden gewesen war, findet der Coach gut: "Selbstkritik ist das, was uns weiterbringt. Jeder soll eine optimale Leistung abliefern, und das haben wir Samstag nicht geschafft. Da wollen wir besser werden."

Das trifft natürlich nicht nur auf Hermann zu. "Wir haben uns das Spiel von Balingen aufdrängen lassen", hadert Hinze. "Das ist nicht unser Anspruch." Konkret meint er damit: "Wir sind gegen deren 5:1-Abwehr dahin gegangen, wo sie uns hingeschickt haben. Und als sie auf 6:0 zurückgegangen sind, war unser Angriffssystem so verunsichert, dass wir statisch dagegen agiert haben. Das ist der größte Punkt, den wir verbessern wollen: Egal, wie schwer wir es in manchen Phasen im Spiel haben, wir müssen immer bereit sein, Zweikämpfe zu führen." Hinze ist aber zuversichtlich, dass das heute Abend der Fall sein wird: "Wir haben das besprochen und entsprechend trainiert. Es ist ein Entwicklungsschritt, den die Mannschaft gehen muss. Wir werden diesen Schritt jetzt tun."

Dieser könnte den BHC auch auf dem Weg voranbringen, den größten Erfolg der bisherigen Vereinsgeschichte zu wiederholen: die Teilnahme am finalen Pokalturnier ("Final Four") in Hamburg. "Wenn man das letztes Jahr erlebt hat, dann ist es bei jedem das Ziel, da wieder hinzukommen", betont Hinze, der ergänzt: "Wir treffen im Achtelfinale auf einen Gegner, gegen den wir uns Chancen ausrechnen. Liga und Pokal sind zwei verschiedene Wettbewerbe, die wir isoliert betrachten. Ein Achtelfinale ist ein Endspiel, das ist eine besondere Situation. Und so wollen wir das auch angehen. Wir wollen in die nächste Runde. Und in dem Wettbewerb kann man bei einem Ausscheiden lange Zeit nichts gutmachen." In diesem speziellen Fall kann sich der BHC aber am selben Gegner für die Niederlage in der Liga rächen.

Quelle: RP
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