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Besondere Gäste für die Solingen Volleys

Lokalsport: Besondere Gäste für die Solingen Volleys
Trainer Bernd Werscheck hofft morgen auf den zweiten Heimsieg. FOTO: mak
Solingen. Die Zweitligavolleyballer wollen morgen ihren Fans, darunter 40 eingeladene Flüchtlinge, ein tolles Erlebnis bieten. Von Sonja Bick

Natürlich geht es um drei wichtige Punkte im Hinblick auf den anvisierten Meistertitel in der 2. Volleyball-Bundesliga. Und natürlich geht es auch um die Verteidigung der Tabellenspitze. Für die Verantwortlichen und die Spieler der Solingen Volleys geht es am Samstagabend, beim Spiel gegen das Volleyball-Internat Frankfurt (18.30 Uhr, Wittkulle), aber um noch mehr: "Ein Zeichen setzen - Refugees Welcome" lautet das Motto der Gemeinschaftsaktion der Volleys mit ihrem Hauptsponsor, den Stadtwerken Solingen. Dazu werden 40 Flüchtlinge zum Spiel eingeladen und herzlich willkommen geheißen.

"Wir wollen unsere neuen Mitbürger in Solingen mit offenen Armen empfangen, zusammen mit den Stadtwerken Solingen Geschenke bereiten und ein Zeichen der Integration setzen", sagt Volleys-Manager Helmut Weissenbach. Für die meisten von ihnen wird es wahrscheinlich das erste Volleyball-Spiel ihres Lebens sein. "Wir freuen uns auf die Aktion, das ist eine tolle Sache", sagt Bernd Werscheck, Headcoach des Zweitligateams. "Wir wollen unseren Sport gut präsentieren und werden alles dafür tun, dass unsere Gäste einen schönen Abend haben."

Schön und gleichzeitig sehr erfolgreich war das vergangene Wochenende für die Volleys. Mit dem fünften Sieg im fünften Ligaspiel hatten die Solinger die Tabellenspitze erobert und einen Tag später das Achtelfinale des DVV-Pokals erreicht. "Das war natürlich eine tolle Geschichte", sagt Bernd Werscheck, der mit seiner Mannschaft am 11. November um 20 Uhr Erstligist TV Rottenburg in der Halle Wittkulle empfangen darf. Und: "Alle haben das Wochenende gut überstanden", sagt Bernd Werscheck. Mit Ausnahme von Christian Gosmann, der nach seiner Schulterverletzung noch geschont wird, ist der Kader komplett. Ein Fragezeichen steht allerdings hinter Thomas Stark, der in der Woche mit einem Magen-Darm-Infekt zu kämpfen hatte.

"Gerade nach so einem Wochenende müssen wir noch konzentrierter zur Sache gehen", sagt der Trainer vor der Partie gegen den Tabellenvorletzten vom Main. Dennoch ist der zweite Sieg im zweiten Heimspiel fest eingeplant - und dürfte dann auch wieder für eine hervorragende Stimmung in der Halle sorgen. Von den 400 Zuschauern, die ihr Team lautstark anfeuerten, war auch Zugang Benny Nibbrig begeistert: "Es war voll, es war laut und es war super, hier zu spielen und zu gewinnen." Nibbrig, der in der Pokalpartie gegen Lindow zum zweiten Mal in dieser Saison mit der MVP-Goldmedaille ausgezeichnet wurde, fand aber auch einen anderen Aspekt interessant: "Ich habe vor und nach dem Spiel ganz schnell Leute kennengelernt und bin mit ihnen ins Gespräch gekommen."

Vielleicht werden sich er und seine Teamkollegen auch mit dem ein oder anderen der 40 besonderen Gäste unterhalten. Die Aktion soll jedenfalls nicht einmalig bleiben und Integration auch zukünftig eine Rolle bei den Volleys spielen. Dafür wollen sie eng mit Hilfsorganisationen zusammenarbeiten und helfen, wo es möglich ist. Weissenbach: "Wir dürfen die Augen vor neuen Entwicklungen in unserer Stadt nicht verschließen. Der Sport ist eine wunderbare Möglichkeit, Menschen zusammenzuführen. Ich bin guter Dinge, dass uns die gewachsene Volleys-Familie tatkräftig unterstützt und wir uns alle gemeinsam an den gesellschaftlichen Wandel mit den neuen Herausforderungen herantasten."

Bei der Mannschaft, die morgen in der Halle Wittkulle zu Gast ist, läuft es derzeit nicht rund. Das Volleyball-Internat ist zwar gespickt mit Junioren-Nationalspielern, hat aber noch keinen Sieg eingefahren und ist mit nur einem Punkt Vorletzter der Zweitliga-Tabelle.

Quelle: RP
 
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