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Handball
BHC II bleibt das Team der Stunde

Handball: BHC II bleibt das Team der Stunde
Felix Korbmacher (am Ball) traf fünf Mal für den BHC II, Christian Pagel (links) setzte ihn immer wieder gut in Szene. FOTO: Stephan Köhlen
Solingen. Die Bundesliga-Reserve hat in der Oberliga aus acht Spielen 12:4 Punkte geholt. Davon kann Aufderhöhe nur träumen. Von Lars Hepp

Bergischer HC II - TV Lobberich 23:22 (11:10). Einen ganz wichtigen Erfolg haben die Handballer des BHC II errungen. Der von Patrick Luig trainierte Oberligist setzte sich gegen den direkten Konkurrenten TV Lobberich denkbar knapp mit 23:22 durch und behauptete damit Platz acht, der die Qualifikation zur neuen Nordrheinliga bedeutet. "Wir haben es uns aber schwerer gemacht, als es hätte sein müssen", betonte der A-Lizenz-Inhaber.

Nach 13 Minuten lagen die Solinger bereits mit 5:0 vorne und waren die dominante Mannschaft. Doch innerhalb von gerade einmal 45 Sekunden kassierten die Hausherren drei Gegentore. In dieser Phase vergaben Tim Lindner, Jan Blum, Ole Völker und Felix Korbmacher beste Möglichkeiten. "Da müssen wir eigentlich schon deutlicher führen", so Luig weiter. Aber während die BHC-Zweitvertretung ihre Chancen nicht nutzte, machten es die Nettetaler besser und verkürzten. Laut Luig habe in diesen Momenten der Gegner das Kämpfen für sich entdeckt, und es sollte bis Spielende eng bleiben.

Kein Team konnte sich mehr entscheidend lösen, immerhin legten die Gastgeber zumeist vor. Angetrieben von einem überragenden Tobias Joest zwischen den Pfosten behaupteten sich die Luig-Schützlinge auch in der fast schon dramatischen Schlussphase. Felix Korbmacher erzielte rund 30 Sekunden vor dem Abpfiff den 23. Treffer, in der verbleibenden Spielzeit versuchten die Lobbericher noch einmal alles. Doch die BHC-Abwehr hielt dem Ansturm stand, schließlich beförderten die Gäste den Ball ins Seitenaus. "Wir haben jetzt 12:4-Punkte geholt. Das ist schon eine richtig starke Bilanz. Allerdings ist das kein Grund zum Ausruhen. Wir brauchen dringend noch mindestens zwei Punkte. Ich bin aber zuversichtlich, zumal wir auch den direkten Vergleich gegen den Siebten Homberg und den Neunten Rheinhausen gewonnen haben", meinte Luig.

DJK Adler Königshof - TSV Aufderhöhe 31:26 (13:10). Weiter auf der Stelle tritt der TSV: Auch beim Tabellenzehnten in Krefeld-Königshof gab es für den Aufsteiger nichts zu holen. "Ja, wir haben wieder lange Zeit gut mitgehalten. Doch einmal mehr geht uns in der Schlussphase die Puste aus", berichtete Trainer Max Ramota. Der Zustand sei die logische Konsequenz aus der seit Wochen schwachen Trainingsbeteiligung, hier habe die Mannschaft aus Ramotas Sicht die größten Defizite.

Acht Minuten vor dem Ende befanden sich die Aufderhöher beim Zwischenstand von 22:25 noch in Reichweite. Bis zu diesem Zeitpunkt präsentierten sich besonders die Rückraumspieler Florian Hadamek und Kris Zulauf von der linken Seite sowie Philipp Schönfeld von rechts treffsicher. Frank Berblinger erwies sich ebenfalls als zuverlässiger Vollstrecker von der rechten Außenbahn. "Wir haben uns aber insgesamt zu ideenlos im Angriff präsentiert", bemängelte der Coach die Umsetzung der spielerischen Vorgaben.

In der Schlussphase hatten die Hausherren auch aufgrund der besseren Wechselalternativen mehr zuzusetzen. Beim TSV musste Ramota nicht nur auf die beiden Torhüter Fabian Mann und Robin Wiebusch verzichten - in Andreas Liebsch, Matthias Späth und Florian Felder fehlten diesmal auch drei wichtige Feldspieler.

Quelle: RP
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