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Volleyball
den Boer wünscht sich einen Volleys-Sieg

Volleyball: den Boer wünscht sich einen Volleys-Sieg
Huib den Boer ist es gewöhnt, an seinem Geburtstag zu spielen - er war auch im Vorjahr im Einsatz. FOTO: Mak (Archiv)
Solingen. Der Zuspieler des Zweitligisten wird morgen 34 Jahre alt und empfängt mit seinem Team im Pokal Erstligist Rottenburg. Von Sonja Bick

Huib den Boer wird erst morgen 34 Jahre alt, seine Geburtstagsfeier hat der Zuspieler der Solingen Volleys aber bereits am Wochenende ausgerichtet. "Wir haben einfach vorgefeiert", erzählt der gebürtige Niederländer. Der Grund: In den kommenden Tagen bleibt nur wenig Zeit für privates Vergnügen. Morgen steht zunächst das Achtelfinale des deutschen Pokals auf dem Programm, am Wochenende zwei Auswärtsspiele in der Liga.

Auch im vergangenen Jahr fand das DVV-Pokalspiel - damals gegen Rekordmeister VfB Friedrichshafen - am 11. November statt. "Es ist schon oft vorgekommen, dass ich an meinem Geburtstag spielen musste", sagt den Boer. "Aber das macht mir nichts aus." In diesem Jahr kommt mit dem TV Rottenburg erneut ein Erstligist in die Halle Wittkulle (morgen, 20 Uhr). Allerdings rechnen sich die Volleys diesmal gegen den Tabellen-Achten, der erst eins von vier Spielen gewonnen hat, durchaus etwas aus. "Wir sind eine Zweitliga-Spitzenmannschaft, Rottenburg in der Ersten Liga nur Mittelmaß", sagt der 33-Jährige, der damit der Älteste im Team ist, und zählt die Vorteile seiner Truppe auf: "Es läuft rund bei uns, wir haben noch kein Spiel verloren. Außerdem sind wir im Vergleich zur vergangenen Saison als Mannschaft zusammengeblieben, haben uns noch gezielt verstärkt. Und: Wir spielen zu Hause."

In Sachen Pokalwettbewerb ist den Boer, der seit gut einem Jahr das Trikot der Volleys trägt und zu den absoluten Leistungsträgern gehört, ein Profi. Drei Mal hat er mit Generali Haching den DVV-Pokal gewonnen - jedes Mal vor mehr als 10.000 Fans im westfälischen Halle. Jetzt wäre es für den zweifachen Familienvater und selbstständigen IT-Dienstleister schon ein großer Erfolg, ins Viertelfinale einzuziehen: "Rottenburg hat sich selbst zum Favoriten ernannt. Wir nehmen die Rolle des Außenseiters natürlich gerne an."

Allerdings sind die Volleys durchaus ein selbstbewusster Außenseiter. Nicht nur der Zuspieler liebäugelt mit einem Erfolg, auch Headcoach Bernd Werscheck: "Wenn wir unsere Leistung abrufen, wird es ein spannendes Spiel. Ohne arrogant klingen zu wollen: Ich sehe unsere Siegchancen bei 40 bis 45 Prozent." Der 54-Jährige freut sich auf das Duell - und auf das Wiedersehen mit einem guten Freund: TVR-Manager Daniel Mey. Die beiden kennen sich aus ihrer gemeinsamen Zeit in Düren. Außerdem war Mey Werschecks Co-Trainer bei der rheinland-pfälzischen Landesauswahl. "Ich habe ihm gesagt, dass der TVR mit uns das schwierigste Los erwischt hat", erzählt der Volleys-Coach. "Er hat zwar gelacht, weiß aber, dass es nicht einfach wird."

Auch für Alexander Walkenhorst und Oliver Gies wird es ein besonderes Spiel, denn beide trugen vor einigen Jahren das Rottenburger Trikot. Gies, spielender Co-Trainer der Volleys, sieht ebenfalls gute Chancen: "Wir haben ein super Team und sind noch ungeschlagen. Auch Friedrichshafen hat es vor einem Jahr nicht leicht gehabt. Damals haben wir nur ganz knapp einen Satzgewinn verpasst. Mal sehen, was passiert, wenn Rottenburg den einen oder anderen Satz verliert." Ein Sieg wäre für den Zweitligisten natürlich ein großer Erfolg - und das perfekte Geschenk zum Geburtstag des Zuspielers den Boer.

Quelle: RP
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