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Baseball
Der Deutsche Meister verabschiedet sich

Solingen. Die Solingen Alligators scheiden durch eine 0:2- und eine 4:9-Niederlage im Play-off-Halbfinale gegen die Regensburg Legionäre aus. Von Thomas Rademacher

Mit dem Rücken zur Wand standen die Alligators vor dem vierten Spiel des Halbfinals um die Deutsche Meisterschaft gegen die Regensburg Legionäre. Die dritte Partie war mit 0:2 verloren gegangen, so dass beim Serienstand von 1:2 ein Sieg zur Pflicht wurde, um ein entscheidendes fünftes Spiel am kommenden Wochenende zu erzwingen. Mit Chris Mezger auf dem Wurfhügel waren die Solinger Baseballer leicht favorisiert, zumal die Legionäre in Gianny Fracchiollla einen Werfer aufboten, den sie schon am vergangenen Wochenende recht hart erwischt hatten.

Tatsächlich geriet der Legionäre-Pitcher schon früh unter Druck - beziehungsweise eigentlich war es bereits spät. Die Partie war Mitte des zweiten Durchgangs für knapp zwei Stunden wegen Regens unterbrochen worden. Doch im dritten Abschnitt kamen Sascha Steffens und Florian Götze ohne Aus auf Base. "Wir haben so viele Läufer auf den Bases verschwendet. Ich nehme mich da selbst nicht von aus", wird Norman Eberhardt nach Spielende sagen. Der Trainer meinte damit eine taktische Ansage an Dominik Wulf. Nachdem der Routinier einen sogenannten Bunt, also einen nur vom Schläger abtropfenden Ball, nicht sauber gelegt hatte, versuchte es der Coach mit einer Täuschung. Wulf zeigte den Bunt an, schwang dann aber dennoch. Der Ball kam ungefährlich ins Spiel, und die Regensburger machten gleich zwei Solinger auf den Bases aus. Eberhardt: "Ich hätte auf einen weiteren Bunt bestehen sollen. Das war mein Fehler."

Im weiteren Spielverlauf überboten sich die Alligators im Auslassen von Chancen. Fracchiolla hatte regelmäßig bei der Kontrolle seiner Würfe. Der Höhepunkt war im fünften Durchgang erreicht. Der Pitcher lud sich die Bases, weil er drei Solinger per Freilauf auf die erste Base ließ. Es folgten weitere vier Würfe außerhalb der Strike-Zone gegen Tanner Leighton, was das 1:0 für die Solinger bedeutete. Nils Hartkopf legte per Opferschlag das 2:0 hinterher. Trotzdem verpassten es die Solinger, eine deutlichere Führung herauszuschlagen und nutzten auch im Abschnitt danach zwei weitere Läufer auf Base nicht.

Die Legionäre präsentierten sich effektiver. Chris Zirzlmeier landete gegen Mezger einen mächtigen Schlag bis an den Zaun zum 2:2-Ausgleich. Philipp Howard besorgte ein Inning später die Regensburger Führung, die Leighton unter Mithilfe eines Fehlers egalisierte. Beim Stand von 3:3 im neunten und letzten Durchgang gingen die Solinger aber unter. André Hughes stand mittlerweile für Mezger auf dem Mound und wurde von Ludwig Glaser hart erwischt. In der Folge hatte der Solinger Pitcher ein wenig Kontrollprobleme und etwas Pech, wenn die Legionäre den Ball ins Spiel brachten. Oft fiel die Kugel etwas unglücklich, doch am Ende stand ein 3:9-Rückstand, den die Alligators nicht mehr ausgleichen konnten.

Es war das bittere Ende einer Saison, in der die Alligators gerade defensiv nicht so gespielt haben, wie im Meisterjahr 2014.

Quelle: RP
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