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Tennis
Der STC muss sich ordentlich strecken

Tennis: Der STC muss sich ordentlich strecken
Ob Spitzenspieler Maverick Banes heute in Widdert dabei ist, entscheidet sich kurzfristig. FOTO: Stephan Köhlen
Solingen. Heute empfangen die Widderter den Club an der Alster - einen Tabellennachbarn in der 2. Tennis-Bundesliga. Von Georg Amend

Es wird Zeit für den Solinger TC, in der 2. Tennis-Bundesliga zu punkten. Bislang haben die Widderter Herren trotz guter Leistungen noch keinen Zähler in ihren vier absolvierten Partien einfahren können, als Tabellenvorletzter stehen sie bereits mit dem Rücken zur Wand, da die Saison in der Halbzeit ist.

Somit steht der STC in der Heimpartie am heutigen Freitag (13 Uhr) bereits unter Druck, denn immerhin kommt mit dem Club an der Alster Hamburg ein Tabellennachbar, der als Drittletzter erst einen Saisonsieg feiern konnte: gegen den Tabellenletzten Bremer TC mit 5:4. Zwei weitere Spiele der Hamburger ähneln zumindest denen der Solinger: In Bremerhaven gab es eine 1:8-Klatsche, wo der STC mit 3:6 verlor, gegen Oldenburg unterlagen beide Teams mit 4:5. Vorsicht ist also geboten.

All das weiß STC-Trainer Karsten Saniter natürlich auch. "Das Spiel wird schon eine Art Vorentscheidung sein", sagt er. "Wenn wir nicht gewinnen, wäre Hamburg mit zwei Siegen schon ein Stück weg. Klar können wir auch auswärts zwei Mal gewinnen, aber das müssen wir erst mal sehen." Und weiter: "Wir stehen unter Druck, ja, aber das ist eigentlich nicht viel anders als in den ersten drei Spielen gegen Oldenburg, Suchsdorf und Bielefeld. Da haben wir auch Druck verspürt. Aber ich merke bei den Spielern jetzt nichts anderes. Von der Tabellen-Situation ist es schon Druck, aber das berührt uns nicht so. Wir müssen uns davon frei machen."

Saniter schätzt Hamburg ähnlich stark wie sein eigenes Team ein. "Das war von Anfang an so abzusehen, dass das eine Mannschaft auf Augenhöhe ist, wie Bielefeld oder Oldenburg. Das sind alles enge Spiele. Da ist zwischen einem 3:6 und einem 6:3 alles möglich." Helfen könnte es, dass der STC in Widdert spielt. "Man merkt schon, dass der Heimvorteil hilft", meint Saniter. "Wir haben das in Bremerhaven und Bielefeld zu spüren bekommen. Wenn die Zuschauer einen anpeitschen, gerade in engen Situationen wie einem Champions Tiebreak. Dann ziehst du einfach noch mal fünf Prozent mehr dran, wenn die Zuschauer hinter dir stehen. Wichtig ist, dass es laut ist."

Ob von den Anfeuerungen auch Spitzenspieler Maverick Banes profitieren kann, ist fraglich: Der Australier spielt ein Turnier in Essen und dort auch die Doppel. "Wir haben noch nicht die letzte Gewissheit, ob er dabei sein kann", erklärt Saniter, der ansonsten auf Gero Kretschmer, Nick van der Meer und Patrick Elias sicher bauen kann und dahinter in Till Wegner oder Marco Tesanovic noch Akteure in der Hinterhand hat. Fehlen wird Mats Rosenkranz, der zuletzt so gut drauf war. "Er hat sich am Rücken verletzt. Er hatte schon mal eine Wirbelverletzung. Wenn es wieder das ist, wird er länger pausieren müssen. Das müssen wir abwarten. Gegen Hamburg fehlt er aber sicher", sagt Saniter.

Am Sonntag steht dann noch die Partie beim TC Iserlohn an, dem Tabellenvierten. "Wenn sie mit einem guten Team kommen, sind sie weit weg, vielleicht noch stärker als Bremerhaven", schätzt der STC-Coach, der aber auch noch andere Möglichkeiten sieht: "Wenn die mit einem Team antreten, das eher aus Spielern der zweiten Mannschaft besteht, sind wir favorisiert. Es kann auch sein, dass sie mischen. Dann muss man sehen. Klar ist: Wenn sie mit dem vollen Team da sind, sind sie der Hammer." Heute hat es der STC da eher selbst in der Hand.

Quelle: RP
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