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Die TSG steht vor dem Spiel des Jahres

Lokalsport: Die TSG steht vor dem Spiel des Jahres
Ron Houston soll eine heute sein Team zum Sieg führen. FOTO: Martin Kempner
Solingen. Einen Sieg mit sieben Punkten Unterschied benötigen die Basketballer der TSG Solingen, um am TVJ Königshardt vorbei an die Tabellenspitze der Landesliga zu ziehen. Von Thomas Rademacher

Es ist ein Dreikampf um den Aufstieg in die Basketball-Oberliga. Tabellenführer TVJ Königshardt hat eine Niederlage auf dem Konto, dahinter folgen die TSG Solingen und die SW Baskets Wuppertal III mit jeweils zwei Pleiten. Doch Königshardt hat alle Trümpfe in der Hand. Die Oberhausener gewannen das Hinspiel in Solingen mit 97:91. Mit einem Erfolg im heutigen Heimspiel würden sie die Solinger auf Distanz halten. Auch bei einer Niederlage mit sechs oder weniger Punkten ginge der direkte Vergleich an Königshardt.

Diesen Matchball will die TSG Solingen natürlich abwehren. "Wir haben den Aufstieg in der eigenen Hand", sagt Trainer Ken Pfüller. "Wenn wir mit sieben Zählern Abstand gewinnen, geht der direkte Vergleich an uns - und wir stehen an der Tabellenspitze, wo wir dann bis zum Saisonende bleiben wollen." Der Sprung in die Oberliga ist Pfüller in dieser Spielzeit sehr wichtig. "Es wäre strategisch gut, wenn wir aufsteigen würden, weil sich bei uns auch in den unteren Mannschaften viel tut und wir daran wachsen würden", erläutert der Coach, der für beste Voraussetzungen gesorgt hat. Schließlich hat er extra für den Rest der Saison den US-Amerikaner Ron Houston eingeflogen. Der Spielmacher soll im heutigen vorentscheidenden Duell freilich eine tragende Rolle einnehmen.

Die Mannschaft ist heiß auf die Partie. "Ich musste die Jungs im Training sogar ein wenig bremsen, damit sich niemand verletzt", meint Pfüller. "Die Einheiten waren sehr intensiv." Beim Spiel des Jahres möchte jeder dabei sein. Louis Färber ist erkrankt, und Maik Walosch fällt mit einer Knieverletzung bis zum Saisonende aus, doch der Rest der Mannschaft steht heute Abend in Oberhausen auf dem Parkett. Sogar Christian Heinz kann nach überstandener Handverletzung wieder spielen.

"Wir sind alle gespannt, wie stark Oberhausen antritt. Ich hoffe, dass es für uns reicht. Es würde uns freuen, aber wenn nicht, geht die Welt auch nicht unter." Der Trainer betont, dass das Aufstiegsprojekt damit nicht gestorben wäre. Königshardt würde in dieser Saison dann wohl den Sprung in die Oberliga schaffen, doch in dem Fall würden die Solinger in der kommenden Spielzeit wieder angreifen. "Wir würden uns dann zeitnah zusammensetzen und besprechen, wie es weitergeht. Fest steht aber, dass wir auf jeden Fall in dieser Besetzung die Saison zu Ende bringen. Eventuell kann ja sogar der Zweite mit aufsteigen. Das bleibt dann abzuwarten."

Doch Ken Pfüller möchte an dieses Szenario natürlich noch gar nicht denken. Sollte die Mannschaft heute Abend ihr Ziel erreichen, wäre der Weg zum Aufstieg keine Formsache - aber die größte Hürde hätte die Truppe dann bereits genommen.

Quelle: RP
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