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Volleyball
Die Volleys sind weiter auf Trainersuche

Volleyball: Die Volleys sind weiter auf Trainersuche
Trainer Itamar Stein hat den Volleys abgesagt. FOTO: Imago
Solingen. Ein Kandidat hat abgesagt, weitere werden geprüft. Im Kader ist die Zukunft von Zuspieler "TJ" Werscheck offen. Von Georg Amend

Die Trainerfrage bei den Solingen Volleys ist weiterhin offen. "Wir hatten einen Kandidaten, der zwischen zwei Vereinen gependelt und sich dann für einen Zweitligisten entschieden hat", berichtet Helmut Weissenbach, der Manager des Volleyball-Bundesligisten, der dazu den Namen Itamar Stein nennt. Der ehemalige israelische Nationalspieler war zuletzt beim Erstligisten VSG Coburg/Grub aktiv, zur neuen Saison wechselt er zum TSV Giesen Grizzlys ins Unterhaus.

Damit geht die Suche für die Volleys weiter. "Wir haben noch andere Kandidaten, die Entscheidung fällt aber schwer", meint Weissenbach. "Wir haben einen bestimmten Anspruch. Es gibt zwei Jungs, die unbedingt zu uns wollen, einen den wir kennen, und einen, der gut zu Huib (Zuspieler den Boer, Anm. d. Red.) und Oli (spielender Co-Trainer Oliver Gies, d. Red.) passt. Wir müssen jetzt schauen: Schlagen wir zu oder noch nicht?" Der hundertprozentig ins Anforderungsprofil passende Kandidat sei noch nicht gefunden, lässt der Manager durchblicken, der ergänzt: "Es gibt einen Serben, einen Slowenen und einen Holländer. Fachlich sind die alle anerkannt, aber sie müssen auch ein gutes Handling mit Sponsoren haben. Vielleicht ist unser Anspruch aber auch zu hoch." Aufgeben wird Weissenbach natürlich nicht: "Ein, zwei Jungs aus dem Bereich könnten passen. Ich denke, dass wir es schaffen, bis zum 15. August einen Kandidaten vorzustellen."

Was den Kader angeht, sei man "relativ weit", betont der Manager, der als zu besetzende Positionen die des Zuspielers, Diagonalangreifers, Mittelblockers und Außenangreifers nennt. "Die erste Präferenz ist, neben Huib einen zweiten Zuspieler zu finden", sagt Weissenbach, der in Tom-Julius "TJ" Werscheck einen Akteur für diesen Posten im Kader hat. Unabhängig davon, dass sein Vater Bernd nicht mehr Trainer der Volleys ist, ist jedoch offen, ob seine Zukunft in Solingen liegt. "TJ hat eine sehr solide Zweitliga-Saison gespielt", meint Weissenbach. "Wir haben auf der Position aber auch ein Riesentalent im Blick, wo die Chancen sehr gut sind, dass es bei uns anheuern wird. Er ist noch ein bisschen aggressiver und hat noch mehr Team-Leader-Qualitäten. Klar ist, dass ich nicht mit drei Zuspielern in die Saison gehen werde und dass wir ganz klar auf Huib setzen als Lehrmeister und Mentor."

Das heißt natürlich nicht, dass Tom-Julius Werschecks Zeit in Solingen schon vorbei ist. "Wir wollen das Rennen offenhalten. Damit müssen Spieler heutzutage umgehen können", sagt Weissenbach und fügt hinzu: "Wir müssen schauen, dass wir mit unseren Mitteln das Maximum rausholen. Wenn wir ein Talent kriegen können, dem wir eine gute Entwicklung voraussagen können, müssen wir zugreifen." In diesem Zusammenhang erinnert der Manager an Ex-Volleys-Libero Tom Weber: "Wir waren von seiner Qualität voll überzeugt, hatten aber die Chance, mit Lennart Bevers ein Riesentalent zu bekommen. Und er hat eine fantastische Saison gespielt. Der Fall ist ähnlich gelagert."

Auf einer anderen Ebene kann Weissenbach zwar noch keinen Vollzug, aber einen kleinen Durchbruch vermelden: Einen von der Deutschen Volleyball-Liga gefordertem Statistiker, der jeden Ballwechsel protokolliert, haben die Volleys gefunden. "Wir sind auf einem guten Wege, uns mit Düren einen zu teilen", berichtet der Manager, der froh über diese "Errungenschaft der letzten Tage" ist, womit bei den Volleys alles "auch ums Spielfeld herum weiter optimiert" werde.

Quelle: RP
 
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