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Basketball
Dribbeln ist im Sand unmöglich

Basketball: Dribbeln ist im Sand unmöglich
Deutsche Vizemeister im Beach-Basketball (von links): Carina Cassataro, Nina Braun, Anne Flabb, Domenica Cassataro und Raphaela Thebing. FOTO: Privat
Solingen. Das Damen-Team "Made in Solingen" ist in Cuxhaven Deutscher Vizemeister im Beach-Basketball geworden. Von Georg Amend

Sport im Sand hat mitunter seine Tücken. "Am Anfang will man immer direkt losdribbeln, aber dan kommt der Ball nicht wieder", beschreibt Carina Cassataro lachend ihre Erlebnisse mit der Trendsportart Beach-Basketball. Die 27-Jährige gewöhnte sich mit ihren Teamkolleginnen aber schnell daran und feierte in Cuxhaven den Vizetitel bei den Deutschen Meisterschaften. Nina Braun, Domenica und Carina Cassataro, Anne Flabb (alle TSG Solingen) und Raphaela Thebing (ehemals WMTV, nun SFD Düsseldorf) stellten das Team "Made in Solingen", das sich erst im Finale dem Team "Topo" aus Bremen mit 3:6 geschlagen geben musste.

Die Sportart ist besonders in Cuxhaven populär. "Sonst werden eher Fun-Turniere in den Kategorien Herren, Damen und Mixed gespielt, aber nur da gibt es die Deutschen Meisterschaften", erklärt Carina Cassataro. Die Bedingungen im hohen Norden waren in diesem Jahr indes nicht optimal: "Es war sehr stürmisch", berichtet Cassataro. "Der Sonntag ging relativ gut, aber Freitag und Samstag waren eine Katastrophe. Es gab einige, die Samstagnacht ihre Zelte abbauen mussten, weil es nicht mehr ging. Wir hatten das Glück, ein Wohnmobil zu haben. Das Turnier wurde wegen einer Unwetterwarnung auch abgebrochen. Zum Glück wurden die Spiele vorgezogen."

Denn so konnten die Solingerinnen am Samstag vor dem Abbruch im ersten Halbfinale gegen ein junges, gut besetztes Team des Zweitligisten BBZ Opladen spielen. "Die Opladenerinnen mussten aber schnell feststellen, dass das Spiel im Sand dem in der Halle nicht gleicht", beschreibt Raphaela Thebing, die den kämpferischen Einsatz ihres Teams hervorhebt: "Bälle, die im Sand liegen blieben, erhält immer die Spielerin, die den Ball zuerst berührt. So wurde jedem Ball hinterher gehechtet, und ein schnelles Passspiel führte oftmals zum Erfolg. Die Opladenerinnen wurden hart verteidigt, zu unsauberen Pässen verleitet und waren häufig gezwungen, Distanzwürfe zu nehmen, die am Strand mit Windböen in der Regel ihr Ziel verfehlten." Die Solingerinnen machten es besser, insbesondere die Abschlüsse von Domenica Cassataro aus kurzer Distanz fanden ihr Ziel. Beim Beach-Basketball zählen die Körbe nur einfach, und so hieß es am Ende der zweimal fünf Minuten 7:5 für die Solingerinnen.

Diese fanden es danach ziemlich ärgerlich, dass Opladen zum zweiten Halbfinale gar nicht erst antrat, so dass Bremen deutlich ausgeruhter ins Endspiel gehen konnte. "Das zeigte sich leider direkt in den ersten beiden Minuten, als die Bremerinnen mit 3:0 in Führung gingen", hadert Thebing. Doch ihr Team kämpfte sich mit viel Einsatz und Laufbereitschaft noch auf 3:4 heran, zum Sieg reichte es aber nicht mehr. "Dennoch war die Freude über die Silbermedaille riesig, denn damit hatten wir vor dem Halbfinale nicht gerechnet", betont Thebing.

Nach der stürmischen Nacht gab es noch ein reines Fun-Turnier mit den verbliebenen Teams, bei dem die Solingerinnen noch die Goldmedaille mit nach Hause nehmen konnten.

Quelle: RP
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