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Lokalsport
Eintracht: Erleichterung und Tränen

Solingen. Trotz einer Niederlage halten die Frauenfußballerinnen die Regionalliga.

Der SV Eintracht Solingen oder Heike Rheine? Wer würde absteigen? Die Ausgangslage am 31. Mai vor dem letzten Spieltag in der Fußball-Regionalliga der Frauen war klar. Ein Punkt im Heimspiel gegen den MSV Duisburg II würde der Eintracht zum Klassenerhalt reichen. Zwar würde Rheine, einen Erfolg gegen Bayer Leverkusen II vorausgesetzt, nach Punkten mit den Solingerinnen noch gleichziehen, doch das Torverhältnis sprach klar für die Elf von Interimscoach Thomas Eigerdt. "Jetzt liegt es an uns, Moral, Einsatz, Kampfeslust und Herz zu beweisen, um dieser leider nicht immer glanzvollen Saison ein positives Ende zu bescheren", gab Mannschaftsführerin Andrea Rohrbach-Kerl vor dem Anpfiff aus.

Doch die Eintracht verlor 1:2 gegen starke Duisburgerinnen, und die Spielerinnen mussten nach dem Abpfiff an der Zietenstraße fünf lange Minuten zwischen Hoffen und Bangen verbringen. Dann kam aus Leverkusen die erlösende Nachricht: Auch Rheine hatte verloren, und so durften die Solingerinnen trotz der Schlappe den Klassenerhalt feiern. Viele Tränen flossen und auch der Jubel hielt sich in Grenzen. Eigerdt sah den geschafften Ligaverbleib realistisch: "Wir haben die Klasse gehalten, weil Alemannia Aachen in der 2. Bundesliga das Wunder geschafft hat und nicht abgestiegen ist, und weil Bayer Leverkusen gegen Rheine gewonnen hat."

Auch ein Duisburger freute sich an diesem Nachmittag - Erwin Althoff, wenn auch (noch) ein wenig insgeheim. Denn kurze Zeit nach der Begegnung gab der Vorstand der Eintracht in der Kabine den Wechsel des MSV-Trainers nach Solingen bekannt. Mit Althoff und neuen, professionelleren Strukturen wollte der Verein im Sommer die Weichen für eine bessere Zukunft stellen, doch diese scheinen zu klemmen: Das Althoff-Team steht nach der Hinrunde mit nur zwei Siegen, zwei Unentschieden und neun Niederlagen auf Rang zwölf der Tabelle - auf einem Abstiegsrang.

Diese schlechte Platzierung hat natürlich Gründe. Einer ist der insgesamt nicht regionalligataugliche Kader, aus dem sich viele Leistungsträgerinnen trotz Zusagen schon in der Vorbereitung verabschiedet hatten. So war Althoff in der Hinrunde gezwungen, ehemalige Kreisliga-Spielerinnen aus der Eintracht-Zweiten ins Regionalliga-Team hochzuziehen. Angekündigt hat der Verein allerdings, sich in der Winterpause zu verstärken.

(mit)
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