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Lokalsport
Eintracht verteilt Geschenke und verliert

Solingen. Die Enttäuschung nach dem Schlusspfiff war sprichwörtlich mit Händen zu greifen. 1:3 hatten die Frauen des SV Eintracht ihr "Sechs-Punkte-Spiel" gegen die Reserve von Bayer Leverkusen verloren - und nicht wenige an der Zietenstraße kommentierten die Schlappe mit den Worten: "Das war es". Ein Blick auf die Tabelle und die anderen Ergebnisse in der Regionalliga scheint diese Einschätzung tatsächlich zu bestätigen, denn alle Konkurrenten um den Klassenerhalt - Spoho Köln, Siegen und Warendorf - konnten gestern punkten. So beträgt der Abstand der Solingerinnen auf einen Nicht-Abstiegsrang jetzt acht Zähler. "Trotzdem gilt für uns: Solange rechnerisch etwas möglich ist, werden wir nicht aufgeben", gab sich Achim Nohlen kämpferisch. Von Michael Tesch

Personell hatte der neue Coach nur eine Änderung vorgenommen: für Marie Raeth, die ins Mittelfeld vorrückte, spielte Larah Ludwig in der Innenverteidigung. Die Anfangsphase verlief ausgeglichen, erst nach 20 Minuten begann der Arbeitstag von SV-Keeperin Kathrin Schaffrath, die mit zwei tollen Paraden auch einen Rückstand vereitelte (26./37. Minute) - und Glück bei einem Lattenknaller hatte (30.). Die erste Möglichkeit für die Solingerinnen hatte Ludwig auf dem Fuß (40.), doch nach einer Ecke setzte sie den Ball aus kurzer Distanz über das Tor.

Kurz vor dem Halbzeitpfiff kam Bayer dann doch zur Führung - durch Anja Kirsten, die in der Hinrunde noch das Trikot der Eintracht getragen hatte.

Zur Pause reagierte Nohlen mit einer Umstellung und der Verstärkung der Offensive. Die sich dann auch tatsächlich auszahlte, denn einen Abpraller nutzte Mia Kalasic von der Strafraumgrenze zum Ausgleich (56.). Doch die Freude währte nicht lange, denn keine fünf Minuten später kam Kirsten nach einem langen Ball im Strafraum im Dreikampf mit der aus dem Tor herauseilenden Schaffrath und Jolina Niewiadomski zu Fall - und der Unparteiische entschied auf Elfmeter, den Bayer zur erneuten Führung verwandelte (61.). Die Gäste nutzten in der Folge die Verunsicherung bei den Solingerinnen zum 3:1 (63.). Raeth hatte ohne Not den Ball am eigenen Strafraum vertändelt - damit war der Arbeitstag der Verteidigerin beendet. Auch wenn die Eintracht nie aufgab, in der Schlussphase sogar noch zu Möglichkeiten kam, änderte sich bis zum Schlusspfiff am Ergebnis nichts mehr. "Wir haben zu Beginn die Vorgaben zwar gut umgesetzt, aber das Bayer-Mittelfeld nie in den Griff bekommen und zu viele Fehler gemacht", erklärte Nohlen. "Positiv ist, dass die Mannschaft bis zuletzt gefightet hat."

SVEintracht: Schaffrath - Rohrbach-Kerl, Raeth (65. Kornek), Niewiadomski, Pavlek, Ludwig, Kalasic, Nowack, Thal (67. Wodsack), Flor (46. Sadzenica), Päpke. Tore: 0:1 (45.), 1:1 (56.) Kalasic, 1:2 (61./Foulelfmeter), 1:3 (63.).

Quelle: RP
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