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Mit Frank Berblinger
Es herrscht immer eine super Stimmung

Mit Frank Berblinger: Es herrscht immer eine super Stimmung
Frank Berblinger lässt seine Karriere beim TSV ausklingen. FOTO: Nico Hertgen
Solingen. Einer der prominentesten Neuzugänge beim Solinger Handball-Oberligisten TSV Aufderhöhe ist zweifelsohne Linkshänder Frank Berblinger. Der 38-jährige Rechtsaußen war viele Jahre in der ersten und zweiten Bundesliga aktiv.

Herr Berblinger, in Ihrer langen Karriere sind Sie viel herumgekommen und haben bei großen Vereinen gespielt. Jetzt sind Sie beim kleinen TSV Aufderhöhe. Wie kam es dazu?

Frank Berblinger Über meinen langjährigen Düsseldorfer Mannschaftskollegen und Freund Max Ramota bin ich zum TSV gekommen. Ich will noch ein paar Jahre vernünftig Handball spielen und diese Gelegenheit hier ist echt super.

Vor einigen Jahren noch war es verdammt schwer, Spieler zum TSV zu lotsen. Was hat sich geändert, dass Aufderhöhe mittlerweile eine attraktive Adresse geworden ist?

Frank Berblinger Es sind mehrere Faktoren und ich kann nur für mich sprechen. Zum einen sind es die persönlichen Faktoren wie meine Freundschaften zu Max Ramota, Mirko Bernau und Robert Heinrichs. Zum anderen hat man in den vergangenen Jahren mitbekommen, dass sich im Verein viel Positives entwickelt hat.

Was zeichnet die Mannschaft aus?

Frank Berblinger Der große Zusammenhalt zeichnet die Truppe aus. Was mich positiv überrascht hat ist, wie engagiert alle zur Sache gehen - obwohl der TSV ein reiner Amateurverein ist.

Mittlerweile sind die Heimspiele im "Bunker" absoluter Kult. Warum?

Frank Berblinger Weil dort eine besondere Atmosphäre entsteht. Die Zuschauer haben nicht viel Platz, zudem herrscht immer eine super Stimmung und für den Gegner ist diese Minihalle schon eine enorme Umstellung.

Haben Sie eine solche Zusammengehörigkeit in einem Verein schon einmal erlebt?

Frank Berblinger Nein, so eine Identifikation habe ich noch nie erlebt. Wenn irgendwo jemand ein Problem hat, wird das in den Verein getragen und jeder hilft jedem. Das ist schon wirklich einmalig.

Was ist dem Oberliga-Team in dieser Saison zuzutrauen?

Frank Berblinger Die Qualifikation für die Nordrheinliga. Es wird aber viel davon abhängen, wie regelmäßig alle am Training und an den Spielen teilnehmen können.

Aufgrund des hohen Altersschnitts ist nicht zwingend auch eine Perspektive vorhanden. Wie würden Sie das einstufen und wie lange haben Sie überhaupt noch vor, auf diesem Niveau zu spielen?

Frank Berblinger So lange ich fit bin und Spaß am Handball habe, so lange werde ich spielen. Bislang halte ich von den Leistungen her ja auch noch mit. Natürlich ist der hohe Altersschnitt bei uns ein Thema, denn über längere Zeiten wird das so nicht weiter funktionieren. Der Nachwuchs muss deshalb auch stärker gefördert werden.

Am Samstag findet das prestigeträchtige Nachbarschaftsduell mit dem Bergischen HC II statt. Was gibt es für dieses Spiel zu erwarten?

Frank Berblinger Eine hitzige Atmosphäre, super Stimmung, ein enges Spiel und einen Sieg für den TSV.

Gab es Überlegungen, den Spielort zu wechseln, um mehr Zuschauer zu haben?

Frank Berblinger Es gab solche Überlegungen, aber mehr weiß ich darüber auch nicht. Wir bleiben jetzt im Bunker und wollen dort von unserem Heimvorteil profitieren.

Sie gelten als emotionaler Spielertyp, der auch schon mal ein wenig über die Grenzen hinausgeht. Ist das für die kommende Begegnung nicht eine gefährliche Komponente?

Frank Berblinger Nein, absolut nicht. Auf der einen Seite sind die Stadtmeisterschaften mit den damaligen Tumulten längst abgehakt - in denen ich auch gar nicht involviert war. Auf der anderen Seite weiß ich genau, wann ich mich zurückzuhalten habe.

DAS GESPRÄCH FÜHRTE LARS HEPP.

Quelle: RP
 
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