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Faustball
Faustball-Teams kassieren bittere Pleiten

Faustball: Faustball-Teams kassieren bittere Pleiten
Christoph Groß - hier beim Angriffsschlag - war nach dem überlangen Spiel gegen Leichlingen und der Partie gegen Voerde "völlig fertig". FOTO: Stephan Köhlen
Solingen. Sowohl die Männer als auch die Frauen des Ohligser TV verlieren ihre Zweitliga-Partien in der Halle knapp.

Sowohl die Faustball-Frauen als auch die -Männer des Ohligser TV standen am Wochenende mehrfach vor einem Erfolg. Doch in den vier Begegnungen gab es gleich drei Fünf- und eine Viersatz-Niederlage. Vor der nun einsetzenden vierwöchigen Saisonunterbrechung der Zweiten Liga, die der Weltmeisterschaft der Männer in Argentinien geschuldet ist, sind die beiden jungen Mannschaften erst einmal im unteren Tabellendrittel angesiedelt.

Spannung und Dramatik pur bot die Männermannschaft am Samstag beim Heimspieltag in der OTV-Sporthalle. Der Derbycharakter der Spiele gegen den Leichlinger TV und den TV Voerde kam schnell zum Tragen. Vor der ungewohnt großen Zuschauerkulisse gingen die beiden Gastmannschaften in beiden Partien jeweils mit 2:0-Sätzen in Front. Beide Male egalisierten die Gastgeber zum 2:2. Letztlich agierte die Spielgemeinschaft ESV Wuppertal-West/OTV in den Entscheidungssätzen im Angriff aber etwas zu unentschlossen und zu unroutiniert. Das nutzten aufseiten des Leichlinger TV der U 18-Europameister Christian Weber sowie beim TV Voerde der U 21-Europameister Philip Hofmann geschickt aus. Am Ende verlor die SG gegen Leichlingen mit 2:3 (7:11, 10:12, 11:5, 15:13, 7:11) und Voerde mit 2:3 (3:11, 6:11, 11:7, 12:10, 8:11).

Weber und Hofmann sorgten immer für ein wenig mehr Esprit im Spiel als der SG-Angriff mit Christoph und Johannes Groß. Diese steigerten sich im Gegensatz zu ihrem Auftritt beim Saisonauftakt vor einer Woche in Diepenau erheblich. "Ich bin völlig fertig", konstatierte Christoph Groß nach aufreibenden zehn Sätzen. Alleine die Auftaktpartie gegen Leichlingen hatte mit einer Spielzeit von 90 Minuten erhebliche Überlänge. "Wir haben heute gezeigt, das wir mithalten können, auch wenn sich das noch nicht in einem positiven Ergebnis wiederspiegelt", konnte Routinier Timo Schatzschneider den knappen Niederlagen auch etwas Positives abgewinnen. Er hatte zusammen mit Lars Vollmann in der Abwehr überragt. Der erst 15-jährige Zugang Christopher Hafer feierte in den ersten beiden Sätzen gegen Voerde ein solides Debüt.

Tags darauf ging es für die Frauen nach Hannover. Mit einem fulminanten Start in der Auftaktpartie wurde der Wardenburger TV mit 11:6 im ersten Durchgang fast überrollt. Die gute Leistung konnte aber nicht weiter transportiert werden. Ein Nachlassen in den Angriffsbemühungen und eine Steigerung des Gegners bedingten letztlich die 1:3 (11:6, 9:11, 7:11, 9:11)-Niederlage.

Zu einem offenen Schlagabtausch kam es dann gegen den gastgebenden TK Hannover. Mit 2:0-Sätzen führte der OTV und hatte beim Spielstand von 10:9 sogar Matchball - doch die Frauen verpassten die Überraschung: Der dritte Satz ging mit 10:12 ebenso verloren wie die beiden folgenden. Die 2:3 (11:9, 11:9, 10:12, 7:11, 8:11)-Niederlage war unglücklich. "Das Niveau unseres Teams steigert sich stetig. Trotz der beiden Niederlagen können wir positiv nach vorne schauen", hielt Routinier Meike Hutz fest. Ihre Tochter Kaja und Lea Maus im Angriff sowie das Geburtstagskind Michaela Dominicus in der Defensive spielten in Bestform.

(red)
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