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Volleyball
Gies will im Titelrennen wieder mitmischen

Volleyball: Gies will im Titelrennen wieder mitmischen
Solche Sprünge und Schmetterbälle konnte Oliver Gies in dieser Saison verletzungsbedingt für die Volleys noch zu wenig abliefern. FOTO: Stephan Köhlen (Archiv)
Solingen. Ein Einsatz am Sonntag gegen Braunschweig kommt für den Kapitän des Volleyball-Zweitligisten Solingen Volleys aber wohl noch zu früh. Von Sonja Bick

In diesem Jahr läuft es nicht so richtig rund für Oliver Gies. Der Co-Trainer und Kapitän der Solingen Volleys hat deutlich mehr Stunden in Arztpraxen und bei der Physiotherapie verbracht als auf dem Feld bei Zweitligaspielen seiner Mannschaft. Erst dreieinhalb Partien hat er 2015 absolviert. Zu Beginn des Jahres ärgerten ihn Knieprobleme, dann spielte er gegen Delbrück, Lindow und Essen, ehe er sich mitten in der Partie gegen Frankfurt am 7. Februar einen Muskelfaserriss in der linken Wade zuzog.

Als dieser nahezu verheilt war, folgte in der vergangenen Woche beim Krafttraining der nächste Rückschlag: ein Hexenschuss. "Es hat im Rücken geknackt, und dann ging nichts mehr", sagt der 29-Jährige und fasst zusammen: "Es ist schon fies dieses Jahr." Dabei möchte der Außenangreifer unbedingt wieder ins Geschehen eingreifen. Denn noch drei Spiele stehen an - und die Volleys können aus eigener Kraft Meister werden.

Gegen den USC Braunschweig am Sonntag (16 Uhr, Wittkulle) würde Gies aber nur auflaufen, wenn seine Mannschaft unbedingt Hilfe braucht. "Wir wollen versuchen, noch einmal ohne Oli auszukommen und kein Risiko eingehen", sagt Volleys-Headcoach Bernd Werscheck. "Aber gegen Bocholt am nächsten Wochenende soll er unbedingt wieder dabei sein." Dann nämlich muss der Tabellenzweite beim Vierten antreten. Eine Niederlage dort, und Solingen wäre raus aus dem Titelrennen.

Gegen den Tabellenzehnten aus Braunschweig gab es im Hinspiel einen glatten Drei-Satz-Sieg. "Sie waren damals sehr schwach. Das wird nicht noch mal vorkommen", sagt Werscheck. "Und sie kämpfen theoretisch noch gegen den Abstieg. Das heißt, sie werden alles geben." Die Volleys ihrerseits können sich auch keine Niederlage mehr erlauben. "Wir wollen Meister werden, haben jetzt drei Endspiele und müssen alle gewinnen - egal wie die Mannschaft heißt."

Während sich seine Mannschaft in den meisten Fällen auch ohne ihn ordentlich präsentierte, hatte Oliver Gies Zeit, die Qualität der medizinischen Betreuung der Volleys zu testen. "Und die ist wirklich perfekt", sagt der 29-Jährige, der aufgrund zahlreicher Erstliga-Stationen in Moers, Rottenburg, Eltmann und Wuppertal einige Vergleichsmöglichkeiten hat. "Unser Mannschaftsarzt Dr. Robert Weindl hat mich super betreut."

Die Physiotherapie hat er allerdings in Duisburg, wo er wohnt, absolviert. Kältetherapie und Lymphdrainage standen dort unter anderem mehrmals in der Woche auf dem Programm. Jetzt aber hofft Gies, dass die Zeit der Verletzungen und Reha vorbei ist, und er - zumindest ab dem kommenden Wochenende - wieder mehr Spielminuten in der Zweiten Liga als Zeit in ärztlichen Praxen verbringt.

Quelle: RP
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