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Götze schlägt Grand-Slam-Homerun

Baseball: Götze schlägt Grand-Slam-Homerun
Florian Götze war in Paderborn der Held des Tages bei den Solingen Alligators. Trainer Norman Eberhardt hat den Outfielder noch nie in besserer Form gesehen. FOTO: Stephan Köhlen
Solingen. Die Solingen Alligators haben ihren Erzrivalen Paderborn Untouchables auswärts mit 11:1 und 5:0 pulverisiert. Von Thomas Rademacher

David Selsemeyer hat gerade genau das gemacht, was Trainer Norman Eberhardt immer fordert. Der Catcher der Solingen Alligators hat den Ball bei geladenen Bases einfach auf die rechte Seite geschlagen. Es war ein Schlag wie aus einem Baseball-Lehrbuch, in dem es darum geht, mit ganz einfachen Mitteln, Punkte zu erzielen. Selsemeyers Treffer hat die Solinger im Bundesliga-Duell bei den Paderborn Untouchables mit 2:1 in Führung gebracht - und die Rallye auf den Bases geht weiter.

Bei einem Aus sind Kissen immer noch voll besetzt mit Alligatoren, als Florian Götze zur Platte schreitet. Der Solinger befindet sich derzeit in Top-Form und hat schon eine Woche zuvor mit einer guten Vorstellung auf sich aufmerksam gemacht. Dies bestätigt er in diesem Moment. Zwei Strikes hat der 23-Jährige auf seinem Konto, als sich Untouchables-Werfer Daniel Rahn einen Fehler erlaubt. Götze erwischt die Kugel voll und lässt keinen Zweifel. Diesen Ball wird kein Paderborner mehr berühren - Homerun. Und es ist nicht irgendeiner, sondern ein sogenannter Grand Slam, weil die Bases geladen sind und somit gleich vier Zähler für die Alligators hereinkommen.

"Wir sehen in diesen Tagen den stärksten Florian Götze, der jemals auf dem Platz gestanden hat", wird Norman Eberhardt später sagen. "Er hat über den gesamten Tag herausragend gespielt." Jedes Mal, wenn Götze an den Schlag geht, geraten die Paderborner in Probleme. Am Ende des Tages wird er nur ein Mal per Strike-out zurück auf die Bank geschickt. "Ansonsten gibt ihm seine Leistung auch das nötige Selbstvertrauen, was es natürlich auch wieder einfacher macht." Götze rehabilitiert sich damit für die Endphase der Playoffs in der vergangenen Saison, als er vorwiegend auf der Bank Platz nehmen musste. In dieser Form jedenfalls wird er seinen Stammplatz sicher haben.

Durch den 6:1-Vorsprung ist die erste Partie entschieden. Die Alligators zerlegen Rahn nun mit weiteren Treffern. Dominik Wulf, Dustin Hughes und Nils Hartkopf erhöhen auf 9:1. Tanner Leighton stellt im siebten Durchgang den 11:1-Endtand her. Dabei war die Partie zu Beginn umkämpft. Gegen Philipp Neuhäuser auf dem Paderborner Wurfhügel kamen die Solinger nicht gut zurecht. Zwar gingen sie im ersten Durchgang in Führung, kassierten später aber den Ausgliech, weil Tristan Gerdtommarkotten den Ball so weit ins Außenfeld geschlagen hatte, dass er mit ein wenig Hilfe der Alligators-Defensive die Bases komplett umrundete. Dieser so genannte Inside-the-Park-Homerun ist mindestens genauso selten wie ein Grand Slam.

Erst im sechsten Durchgang knackten die Alligators Neuhäuser mit einem schönen Treffer von Dominik Wulf. Neuhäuser verlor daraufhin die Kontrolle, warf Dustin Hughes ab und schaffte es nicht, gegen Nils Hartkopf einen Strike zu schmeißen. Das zwang Untouchables-Coach Stefan Fechtig zur Reaktion. Er brachte Rahn, der Rest ist bekannt.

Für die Alligators stand übrigens Enorbel Marquez Ramirez auf dem Mound. Der geborne Kubaner betrieb Wiedergutmachung für seine mäßige Vorstellung gegen die Dortmund Wanderers. Lediglich vier Treffer kassierte Alligators-Pitcher von den Untouchables. "Wenn man überhaupt etwas kritisieren möchte, dann dass er noch ein paar Würfe zu viel gebraucht hat", meinte Eberhardt.

Quelle: RP
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