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Handball-Kinder löchern Daniel Stephan

Handball: Handball-Kinder löchern Daniel Stephan
Daniel Stephan, Welthandballer von 1998, musste in der Fragerunde mit den Kindern des Handball-Camps einige Male schmunzeln. FOTO: Martin Kempner
Solingen. Der frühere Nationalspieler gab gestern beim Handball-Camp in der Sporthalle Kannenhof einiges von sich preis. Von Georg Amend

Er wurde schon ungeduldig erwartet. "Es ist jetzt sieben nach eins", betonte ein Junge mit Blick darauf, dass sich Daniel Stephan, Welthandballer von 1998, für 13 Uhr als Gast beim Handball-Camp der Talentschmiede angekündigt hatte. Kurze Zeit später wurde der frühere Lemgoer von seinem ehemaligen Mitspieler Max Ramota, der beim Camp - analog zu seiner Position beim Verbandsligisten TSV Aufderhöhe - als Trainer im Einsatz war, in Empfang genommen. "Was ist das denn da? Ein Kiel-Trikot?", fragte Stephan beim ersten Blick in die Halle. "Ich hab' schon gesagt, dass du darauf nicht unterschreibst", sagte Ramota grinsend.

Die Frotzeleien der beiden gingen auch während der Fragerunde mit den rund 60 Kindern, die seit Dienstag in den beiden Sporthallen Kannenhof betreut und versorgt werden, weiter - immerhin hatte Ramota seinen kleinen Schützlingen vorab verraten, dass Stephan eine Sache gar nicht mag. Und so lautete die erste Frage: "Magst du Käse?" Stephan: "Was soll das denn?" Kurze Pause. "Ich esse alles - außer Käse." Hintergrund für die Abneigung ist eine Allergie, weshalb der 41-Jährige auch das von Ramota eingeworfene "Käsebrötchen-Wettessen" geflissentlich überhörte.

Stephans Revanchen ließen indes nicht lange auf sich warten: Auf die Frage, wie viele Fouls er in seiner rund 30-jährigen Handball-Karriere begangen habe, deutete der Ex-Nationalspieler auf Ramota: "Dafür war er zuständig. Der hat viel mehr gefoult als ich." Und die Bitte, ein paar Tricks zu zeigen, konterte Stephan so: "Hat Max euch noch keinen Dreher gezeigt? Das muss er machen - das kann er richtig gut." Natürlich wohlwissend, dass sein früherer Abwehrchef für solche technischen Finessen nicht die erste Adresse in der Bundesliga war.

Ansonsten ging die Fragerunde eindeutig an die Kinder, die den früheren Weltklasse-Mittelmann löcherten. Hier eine Kurzfassung: Die Lieblingsfarbe ist blau, das Auto ist weder ein Ferrari, noch ein Porsche, sondern ein BMW, das Sternzeichen ist Löwe - und nein, noch mal, Käse isst er nicht. "Ich habe in Lemgo gespielt. Weiß einer, wo das liegt?", fragte Stephan mal zurück - und bekam als Antwort prompt: "Am Ar... der Welt." Die Kinder hatten ihren Spaß. Stephan, dessen Vater aus Solingen und dessen Mutter aus Wuppertal stammen, aber auch.

Ramota, der die Riege der sechs Herren- und Damentrainer anführte, freute sich über den regen Zulauf der 60 Jungen und Mädchen im Alter von sechs bis 13 Jahren, stellte aber insbesondere die "großartige Unterstützung durch die Schule Kannenhof" heraus, durch die man die Mensa und die Dienste des Hausmeisters nutzen könne. Seine Mutter sowie seine Lebensgefährtin Katharina sorgten für die Verpflegung. "Da wissen wir, dass die Qualität gut ist", erklärte Ramota.

Quelle: RP
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