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Skaterhockey
Harscheidt hat eine Hand am Skaterhockey-Pokal

Skaterhockey: Harscheidt hat eine Hand am Skaterhockey-Pokal
Der Solinger Jonah Harscheidt spielt nun in Hilden Skaterhockey. FOTO: Stephan Köhlen
Solingen. Gleich sechs Solinger jagen in Hilden auf Inline-Skates dem orangenen Ball nach. Am Wochenende geht es für sie um den Titel. Von Thomas Rademacher

Etwas überraschend war es schon, dass sich die Hilden Flames für das Endspiel des nationalen Skaterhockey-Pokals qualifiziert haben. "Dass wir dann sogar mit zwei Mannschaften dabei sind, ist schon eine große Nummer", meint Oliver Muhr, Trainer der Schüler-Mannschaft. Sowohl in der Schüler- als auch der älteren Jugend-Altersklasse haben die Hildener den Sprung ins Endspiel geschafft. Mit von der Partie sind auch sechs Solinger. Neben Trainer Muhr spielen Linda Topfmeier, Nick Bachor sowie Aaron und Aaliyah Fürst im Schüler-Team und Jonah Harscheidt in der Jugend.

Es ist nicht das erste Mal, dass Harscheidt im Pokal-Endspiel steht. Vor zwei Jahren trat der 14-Jährige in der Schüler-Altersklasse mit den Langenfeld Devils schon einmal dort an. Sogar internationale Erfahrung hat der Solinger beim Europacup damals gesammelt. Seitdem hat sich viel geändert. Von Langenfeld ging es vor drei Monaten nach Hilden. "Es war einfach gar keine Stimmung mehr in der Mannschaft", erläutert Harscheidt seinen Wechsel. "Man ist zum Training gegangen, hat 90 Minuten gespielt und ist nach Hause gefahren. Der Spaß war komplett weg." Weil die Flames bereits zuvor an dem Nachwuchsspieler interessiert waren, versuchte er es bei der neuen Mannschaft und hat den Schritt nicht bereut: "Es ist etwas ganz anderes. Seitdem macht mir Skaterhockey wieder richtig Spaß."

Die dem Eishockey verwandte Sportart, die auf Inline-Skatern in der Halle gespielt wird, ist seitdem wieder Harscheidts Nummer eins. Nebenbei spielt der Schüler des Humboldt-Gymnasiums auch Fußball beim TSV Aufderhöhe und verbessert stetig sein Handicap im Golf, doch derzeit dreht sich alles um den kleinen orangenen Ball, den es beim Skaterhockey im Tor zu versenken gilt. In der 1. Jugendliga-West hat der 14-Jährige mit seiner Mannschaft die Play-offs erreicht und trifft dort - genau wie im Pokalfinale - auf die Crash Eagles Kaarst. Die Kaarster sind führend, wenn es um die Nachwuchsförderung geht. "Was aber auch daran liegt, dass dort viele aktiv sind, die auch Eishockey bei der Düsseldorfer EG spielen", weiß Oliver Muhr. Entsprechend groß ist teilweise aber auch die Übermacht, die der Verein im Skaterhockey hat.

Chancenlos sieht Harscheidt sich und sein Team im Pokalfinale aber nicht. "Denn die DEG hat zeitgleich ein Eishockeyspiel, was für die Spieler, die beide Sportarten betreiben, Priorität hat. Der Kader wird also etwas schwächer sein, so dass wir eine knappe Partie erwarten", erläutert der Sportler. "Es wäre schon toll, den Titel zu gewinnen."

In Duisburg finden am Samstag alle Pokal-Endspiele statt. Die Schüler beginnen, gefolgt von Jugend, Junioren, Frauen und Männern. "Auch wir treffen mit den Schülern auf Kaarst", sagt Muhr. "Und wir können ebenfalls hoffen, dass die Mannschaft nicht komplett ist."

Der Trainer räumt allerdings ein, dass für ihn das Pokalfinale vor allem eine Vorbereitung auf die Play-offs ist. "Denn wir wollen uns über die Liga-Play-offs für die Deutsche Meisterschaft qualifizieren, um dann auch international dabei zu sein", sagt Muhr vorausblickend. "Schön wäre es natürlich trotzdem, auch den Pokal zu gewinnen." Vor allem scheint die Mannschaft des 41-Jährigen jetzt einmal fällig zu sein: Denn die Truppe stand bereits im vergangenen Jahr im Endspiel - und verlor.

Quelle: RP
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