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Baseball
Heiße Phase im Baseball-Norden

Baseball: Heiße Phase im Baseball-Norden
Dustin Hughes (links) und die Alligators hoffen auf viele Zuschauer beim Heimspiel am Sonntag. FOTO: Stephan Köhlen
Solingen. Die Alligators treffen morgen auswärts und Sonntag zu Hause auf die Bonn Capitals. Es ist das Duell um Platz eins. Von Thomas Rademacher

Norman Eberhardt macht keinen Hehl um die Bedeutung der morgigen Partie bei den Bonn Capitals: "Wenn wir dort nicht gewinnen, ist die Nordmeisterschaft futsch." Der Trainer der Solingen Alligators setzt sich und seine Baseballer damit unter Druck, denn einen Tag später soll es ja beim Heimspiel gegen den gleichen Gegner um etwas gehen. "Gewinnen wir am Samstag auswärts, rechne ich bei unserem Heimspiel mit gutem Zuschauerzuspruch - speziell bei dem Wetter."

Zur Ausgangslage: Die Capitals und Alligators stellen in der Bundesliga-Nord in dieser Saison das Maß aller Dinge dar. Erst eine beziehungsweise zwei Niederlagen haben die Teams jeweils kassiert. Die bessere Ausgangslage haben die Bonner, die den Klingenstädtern ihre dritte Schlappe beibringen könnten und damit den ersten Platz in Norden so gut wie eingetütet hätten. Es ist schließlich nicht davon auszugehen, dass das Team um den herausragenden Wilson Lee im Saison-Endspurt gegen Paderborn oder Hannover noch patzen könnte. "Deshalb liegt es an uns, die Capitals zwei Mal zu schlagen. Und ich bin überzeugt, dass uns das gelingen wird", betont Eberhardt.

Entscheidend im Kampf um die Deutsche Meisterschaft ist die Nord-Krone jedoch kaum. Auch als Zweiter hätten die Alligators noch alle Chancen, ihren Titel zu verteidigen. "Aber es ist eben ein Stück weit Prestige. Wir wollen beweisen, dass wir die bessere Mannschaft sind - denn das sind wir, auch wenn wir es dieses Jahr noch nicht so oft gezeigt haben", meint der Coach. "Wenn wir doppelt gewinnen, ist uns der erste Platz kaum noch zu nehmen, weil wir uns dann sogar noch einen Patzer erlauben dürften."

Damit das gelingt, müssen die Alligators aber besser auftreten als in den Hinspielen. Dort gelangen der Mannschaft nur im ersten von 18 Durchgängen Punkte, was immerhin noch zu einem Sieg bei einer Niederlage reichte. Speziell im zweiten Duell jedoch, als der Australier Lee für die Bonner auf dem Wurfhügel stand, waren die Solinger relativ chancenlos. "Ja, er ist ein guter Spieler, und ja, er hat eine große Begegnung gegen uns gewonnen, aber meine Jungs wissen jetzt, was sie erwartet", stellt Eberhardt klar. "Die Trainingsbeteiligung ist in den vergangenen Wochen viel besser geworden. Langsam begreifen alle, dass es um die Wurst geht."

Bei den Capitals scheint derweil nicht alles nach Plan zu laufen. In Max Schmitz ist in den jüngsten Partien einer ihrer besten Spieler ausgefallen. Dem Vernehmen nach haben die Ex-Hauptstädter sogar bei ehemaligen Alligators-Spielern angefragt, ob sie bereit wären, in Bonn noch ein Mal zum Schläger zu greifen. Wie genau diese Zeichen zu deuten sind, bleibt offen, doch aus irgendeinem Grund scheint sich der Tabellenführer in letzter Sekunde noch verstärken zu wollen.

Eberhardt ist es egal: "Ich habe mich nicht damit beschäftigt, wer bei den Bonnern fehlt. Mir geht es um unsere Leistung." Nach einer guten Trainingswoche erwartet der Coach eine Steigerung und muss noch die richtige Entscheidung bei seiner Aufstellung treffen. Gerade im Outfield hat er die Qual der Wahl. Sascha Brockmeyer und Markus Stryczek sind wohl gesetzt, doch ob Sascha Steffens, Joe Weidemann oder Florian Götze die dritte offene Position besetzen, lässt der Coach noch offen.

Quelle: RP
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