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Handball
HSV fällt auf den vorletzten Rang zurück

Solingen. Die Drittliga-Handballerinnen kassieren zu Hause ein Abfuhr. Nun haben sie Zeit, an ihren Defiziten zu arbeiten. Von Lars Hepp

HSV Gräfrath - 1. FC Köln 01/07 (Frauen) 25:34 (10:17). Viele Gelegenheiten bleiben den Handballerinnen des HSV Gräfrath nicht mehr, das Punktekonto in dieser Runde aufzubessern und den immer stärker drohenden Absturz in die Oberliga zu verhindern. Gestern kassierte die Mannschaft von Interimstrainer Ernie Meyer vom Tabellenzweiten 1. FC Köln 01/07 eine derbe Abfuhr. Und durch den Punktgewinn Recklinghausens gegen Bascharage sind die Gräfratherinnen sogar auf den vorletzten Rang der Tabelle zurückgefallen.

"Dieser Auftritt ist nur schwer in Worte zu fassen. Die Mannschaft hat zwar gekämpft, doch sind wir an der zu hohen Anzahl einfacher Fehler gescheitert", berichtete Meyer. Alle Vorbereitungsmaßnahmen auf den Gegner und die eigene Truppe verschwanden recht schnell in der Bedeutungslosigkeit. Bestes Beispiel war das Verteidigungsverhalten gegen Kölns Vanessa Idelberger, die einst in Solingen das Handballspielen erlernte. Nach einer Viertelstunde hatte die Rückraumspielerin bereits fünf Tore auf ihrem persönlichen Konto stehen. "Da haben Abwehr und Torhüterin keinen guten Eindruck hinterlassen, und das hatten wir auch anders abgesprochen", ärgerte sich Meyer. Und dennoch hielten die HSV-Frauen nach einem 5:10-Rückstand bis zum 9:11 (23.) gut mit. Das Engagement und der Einsatz stimmten bei den Gastgeberinnen. Zudem fruchtete die taktische Maßnahme, Idelberger an die kurze Leine zu nehmen. Friederike Buengeler übernahm diese Aufgabe zunächst mit mäßigem Erfolg, Lena Feldstedt löste das in der zweiten Halbzeit wesentlich besser. Bis zum Seitenwechsel erlaubten sich Kamila Caluzysnka und Co. jedoch wieder zahlreiche Aussetzer, so dass das Aufeinandertreffen beim Wechsel der Seiten vorzeitig entschieden war.

Im zweiten Abschnitt wurden die Domstädterinnen ihrer eindeutigen Favoritenrolle immer mehr gerecht, eine Viertelstunde vor dem Ende hatte sich der Favorit die erste Führung mit zehn Toren herausgeworfen. In der Schlussphase taten die Kölner Frauen ein wenig drunter her, so dass das Ergebnis aus HSV-Sicht ein wenig freundlicher gestaltet werden konnte.

Für den Monat März war es das schon wieder mit Meisterschaftsspielen, da die Begegnung gegen die Dortmunder Reserve nun in den April verlegt wird. In dieser Zeit kann man beim HSV nun eine zusätzliche Vorbereitungsphase auf den Saisonendspurt einlegen, in der die Mannschaft weiter an den Defiziten arbeiten muss. Der Abstieg ist wenigstens noch lange nicht besiegelt, und in den ausstehenden fünf Begegnungen werden immerhin noch zehn Punkte verteilt. Bei zwei Zählern Rückstand zum rettenden Ufer ist also noch alles möglich.

Quelle: RP
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