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Handball
HSV ist in Köln klarer Außenseiter

Handball: HSV ist in Köln klarer Außenseiter
Nicole Münch und ihr Team müssen in Köln vor allem kämpferisch dagegenhalten. FOTO: Martin Kempner
Solingen. Die Gräfratherinnen treten bei einem Top-Team der dritten Handball-Liga an. Brüggemann und Janda fehlen verletzt. Von Lars Hepp

1.FC Köln 01/07 - HSV Gräfrath. Die Meisterschaftspremiere ging für die Drittliga-Handballerinnen des HSV Gräfrath vom Ergebnis her gehörig daneben. Die Mannschaft, die vom Gespann Nicole Münch und Elmar Müller trainiert wird, musste sich dem Aufsteiger TV Aldekerk am Ende zwar deutlich mit 22:32 geschlagen geben. Dennoch sah Müller bei Weitem nicht alles schlecht: "Wir haben bis zur 37. Minute super mitgehalten und lagen zu diesem Zeitpunkt nur mit 16:18 im Rückstand. Daran richten wir uns auf und müssen jetzt sehen, dass wir diese Leistung über einen längeren Zeitraum konstant abrufen."

Müller verweist in erster Linie darauf, dass seinem neuformierten Team gegenüber den meisten Konkurrenten knapp zwei Monate in den Planungen und der Vorbereitungszeit fehlen. "Wir müssen das halt jetzt mit anderen Tugenden kompensieren", fordert der A-Lizenz-Inhaber. Besonders erfreulich sei die Unterstützung von außen gewesen, die ausverkaufte Sporthalle Kannenhof erwies sich dabei als stimmungsvoller Faktor. Und der könne laut Müller im weiteren Saisonverlauf durchaus noch entscheidend werden. Mit den Geschehnissen aus der Vorwoche dürfen sich die Gräfrather Spielerinnen nicht mehr länger aufhalten, nun gilt es, die gesamte Konzentration auf den nächsten Gegner zu richten.

Morgen Abend (19.30 Uhr) ist das HSV-Team nun zu Gast in der Domstadt, bei einem der großen Meisterschaftskandidaten. Die Kölner Frauen setzten am ersten Spieltag gleich ein dickes Ausrufezeichen, als man beim selbsternannten Aufstiegskandidaten und ehemaligen Zweitligisten SG TSG/DJK Mainz-Bretzenheim mit 29:27 gewinnen konnte. "Das ist schon mal eine echte Hausnummer", weiß auch Müller, der sich in dieser Woche intensiv mit dem Video des Gegners auseinandergesetzt hat. Besonders die frühere Solinger Rückraumspielerin Vanessa Idelberger kommt in der Müllerschen Analyse gut weg. Alleine zehn Tore gingen auf das Konto der Halblinken. "Da werden wir in der Abwehr schon gut stehen müssen, um diese starke Spielerin zu stoppen. Es wäre aber quatsch, sich nur auf sie vorzubereiten. Das FC-Team ist auf allen Positionen ausgeglichen und gut besetzt", so der Coach weiter, der auf die verletzten Spielerinnen Anne Brüggemann und Denise Janda verzichten muss.

Nach ungefähr fünf Spieltagen könne man laut Müller erste Tendenzen in der Liga erkennen, und dann wisse man beim HSV auch, welche die direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt sein werden. "Wir müssen aber jede Begegnung annehmen und das Beste daraus machen. Auch nach Köln fahren wir nicht, um kampflos die Punkte abzugeben", betont Müller.

Quelle: RP
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