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Handball
HSV muss sich Spitzenreitern beugen

Handball: HSV muss sich Spitzenreitern beugen
Julia Schumacher (mitte) war zunächst ein Aktivposten des HSV gegen Kleenheim, doch in Hälfte zwei zog der Drittliga-Spitzenreiter davon. FOTO: Stephan Köhlen
Solingen. Die Drittliga-Handballerinnen verlieren gegen Kleenheim, die Reserve unterliegt Aldekerk in der Oberliga. Von Lars Hepp

Frauen, 3. Liga : HSV Gräfrath - HSG Kleenheim 24:33 (14:15). Nach einer halben Stunde durften sich die Handballerinnen des HSV Gräfrath noch Hoffnungen auf eine Sensation und nicht eingeplante Punkte im Kampf um den Klassenerhalt machen. Der abstiegsbedrohte Drittligist lag zu diesem Zeitpunkt nur mit einem Tor im Rückstand beim Vergleich mit dem souveränen Tabellenführer aus Kleenheim. "Wir haben eine sehr gute erste Halbzeit gespielt und uns auch von zwischenzeitlichen Rückständen nicht aus der Ruhe bringen lassen. Das hat schon Hoffnung auf mehr gemacht und gleichzeitig bewiesen, dass wir mit so einem Gegner phasenweise mithalten können", berichtete Trainer Helmut Menzel. Nach einem 2:5- und 3:8-Fehlstart kämpften sich die Gastgeberinnen zurück, besonders Rückraumspielerin Julia Schumacher war zunächst ein Aktivposten.

In Halbzeit zwei sollten dem Außenseiter dann jedoch die Ideen schwinden. Der Favorit zog schnell davon, über 15:20 (39. Minute) und 19:27 (49.) aus Gräfrather Sicht war die Entscheidung vorzeitig gefallen. "Wir haben uns insgesamt zu viele Fehler erlaubt, und das hat Kleenheim meisterlich bestraft", so Menzel weiter. Der Primus spulte in souveräner Manier sein Pensum herunter und musste sich gar nicht mehr vollkommen verausgaben, um die beiden Punkte mit ins hessische Langgöns zu nehmen. Allerdings offenbarte die HSV-Abwehr auch erhebliche Mängel, präsentierte sich in den meisten Situationen nicht sattelfest. Kleenheims Jonna Jensen und Andrea Schulz waren von den Gräfratherinnen nicht zu stoppen und brachten es am Ende zusammen auf stattliche 15 Tore.

Nach der Karnevalspause geht es für die HSV-Truppe nun zum Tabellendritten nach Eddersheim, der gestern in Leverkusen eine Punkteteilung feierte.

Oberliga: TV Aldekerk - HSV Gräfrath II 44:17 (20:9). Die Gräfrather Oberliga-Handballerinnen konnten sich schon einmal ein Bild davon machen, wie der neue Trainer ihrer ersten Mannschaft, Jörg Hermes, so arbeitet: Denn bis zur neuen Saison, wenn er zum HSV kommt, hat er in Aldekerk das Sagen. Und dort stand die Gräfrather Reserve nun auf verlorenem Posten. Die stark ersatzgeschwächte Mannschaft von Trainer Ernie Meyer hatte beim souveränen Tabellenführer, mit dem Hermes vor seinem Wechsel aufsteigen will, nichts zu bestellen. "Wir hatten nur beim 0:0 die Chance auf die Führung. Die Mannschaft war in allen Bereichen total unterlegen", musste Meyer zugeben. Beim Seitenwechsel lagen die HSV-Frauen mit elf Toren im Rückstand, bereits zu diesem Zeitpunkt deutete alles auf ein Debakel hin. Einziger Lichtblick war die Leistung von Rückraumspielerin Loreen Jakobeit, der beeindruckende neun Tore gelangen. "Für mich stehen aber die starken Leistungen aus den Vorwochen im Vordergrund, und da ist das Team absolut auf Kurs. Von daher wird dieser Auftritt jetzt gar nicht besonders bewertet", so Meyer weiter.

Quelle: RP
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