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Handball
HSV verliert nach Führung den Kopf

Solingen. In Lintfort gibt es eine 23:31-Niederlage für die Drittliga-Handballerinnen.

TuS Lintfort - HSV Gräfrath (Frauen) 31:23 (13:14). Eigentlich sah es so aus, als sollte der HSV in der dritten Liga den dritten Sieg in Folge einfahren, doch am Ende stand eine recht deutliche Niederlage. "Das ist ärgerlich, wir haben einen komfortablen Vorsprung aus der Hand gegeben", konstatierte Trainer Helmut Menzel. Denn nach 20 Minuten hatten seine Handballerinnen mit 14:8 geführt. "Diese ersten 20 Minuten waren die stärksten der Saison. Ich hätte da alles auf einen Sieg gewettet. Lintfort wusste nicht, was es machen sollte, wie haben sehr gut aus dem Rückraum getroffen, sind auf die Nahtstellen gegangen und haben Siebenmeter rausgeholt. Das war ganz stark", beschrieb Menzel.

Er musste dann aber mitansehen, dass es einen Bruch im Spiel gab. "Einige wollten immer mehr, vielleicht war es auch die Angst vor der hohen Führung. In jedem Fall haben wir Lintfort wieder ins Spiel gebracht." Die Gastgeber erzielten mit einem direkten Freiwurf den 13:14-Pausenstand. "Das hat denen extrem Auftrieb gegeben", meinte Menzel. Der Übungsleiter schwor seinen HSV zwar in der Pause ein, doch aufgrund einer Zeitstrafe gegen Kamila Caluzynska startete er in Unterzahl - und fing sich direkt zwei schnelle Tore ein. Danach ging es bergab. "Lintfort hat auf 5:1 umgestellt, und damit sind wir überhaupt nicht zurechtgekommen", ärgerte sich Menzel. "Da haben sich dann einige in Einzelaktionen verzettelt, der Ball lief nicht mehr, wir hatten viele Ballverluste und haben unnötige Würfe genommen. Dadurch haben wir Lintfort immer stärker gemacht. Erst am Ende haben wir uns noch mal zusammengerissen und uns nicht abschlachten lassen, aber pausenübergreifend haben wir 30 Minuten den Kopf verloren. Das ist schon verrückt, dass das Spiel so eine Wende genommen hat. Klar ist das eine Top-Mannschaft, und da kann man verlieren, aber es war viel, viel mehr drin."

Bereits morgen müssen die Handballerinnen das Erlebte verdaut haben, denn um 20 Uhr gastiert Kellerkind Borussia Dortmund II bei ihnen. "Das ist eine Partie, die tabellarisch von viel größerer Bedeutung ist", meinte Menzel. "Wir müssen den Eindruck aus den ersten 20 Minuten aus Lintfort mitnehmen, um einen direkten Konkurrenten zu distanzieren."

(ame)
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