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Handball
HSV wirft zu wenig Tore in Köln

Solingen. Auf die Abwehr ist bei den Drittliga-Handballerinnen Verlass. Darauf müssen sie aufbauen.

1. FC Köln 01/07 - HSV Gräfrath (Frauen) 23:15 (11:7). Nichts zu holen gab es für die Drittliga-Handballerinnen des HSV Gräfrath an diesem Wochenende. Die Mannschaft, die von dem Gespann Nicole Münch und Elmar Müller trainiert wird, musste sich beim Aufstiegskandidaten in Köln trotz einer sehr starken Abwehrleistung mit 15:23 geschlagen geben. Nach zwei Spieltagen rangiert das Team damit gleich sehr weit unten in der Tabelle. "Auf dieser Defensivleistung können wir in jedem Fall aufbauen. Ich bin mir sicher, dass nicht viele Mannschaften nur 23 Gegentore bei diesem starken Team bekommen werden", sagte Müller. Doch während die Abwehr inklusive der gut aufgelegten Torhüterinnen Sabrina Romeike und später Jessica Wehnes absolute Ligatauglichkeit bewies, so blieb der Angriff vieles schuldig. "Wir haben uns über 30 Fehlwürfe erlaubt. Damit kann man einfach kein Spiel gewinnen", betonte Münch trocken. Einziger Lichtblick war hier Anja Mohr, die sich aus dem linken Rückraum insgesamt vier Mal in die Torschützenliste eintragen konnte. Laut Müller gehe die Entwicklung von Mohr permanent nach vorne, vor allem stimmten Einsatzbereitschaft und Umsetzungen der Trainervorgaben.

In der Anfangsphase hielten die Gräfrather Frauen nur bis zum 3:3 mit. Danach legte der Meisterschaftsanwärter einen Zwischenspurt hin und beim 4:9 aus Sicht des HSV musste man sich schon Sorgen machen. "Wir haben uns aber bis zum Seitenwechsel behaupten können, und der Abstand ist nicht größer geworden. Das spricht für die Moral in der Mannschaft", so Müller weiter.

In der 36. Spielminute sollte Münch der 10:12-Anschlusstreffer gelingen, da kam so etwas wie Hoffnung auf. Doch in der nächsten Viertelstunde gelangen den Gästen gerade mal noch zwei weitere Törchen, beim 19:12 (52. Minute) für die Mannschaft aus der Domstadt war das Aufeinandertreffen spätestens entschieden. In dieser Phase machte sich auch der kleine HSV-Kader bemerkbar, wirkliche Wechselalternativen gab es durch die Verletzungen bei Anne Brüggemann und Denise Janda nicht. Zudem erwischte Spielmacherin Kira Bohlmann keinen guten Tag, blieb auch in kämpferischer Hinsicht einiges schuldig.

"Wir brauchen einfach noch etwas Zeit, um gerade im Angriff die gewissen Abstimmungen vorzunehmen", erklärt Müller. Zum Glück ist das kommende Wochenende erst einmal kein Spiel, so dass dem Duo Münch/Müller Zeit zur Verfügung steht, gewisse Veränderungen vorzunehmen.

(lhep)
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