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Lokalsport
Kamann geht vom HSV nach Leipzig

Solingen. Die Kreisläuferin wechselt von der dritten in die erste Handball-Liga.

Wenn Ann-Cathrin Kamann im Deckungszentrum stand, war das für die meisten Gegnerinnen des HSV Gräfrath in der dritten Handball-Liga ein nahezu unüberwindliches Hindernis. Die 1,85 Meter große Athletin blockte nicht nur Sprungwürfe weg, sondern packte auch kräftig zu, hatte die gegnerische Kreisläuferin zudem im Griff. Warum die Vergangenheitsform? Die 21-Jährige hat den HSV verlassen und ist bereits nach Leipzig gezogen, wo sie ab sofort den Tabellenzweiten der Ersten Liga, HC Leipzig, verstärken wird.

Eine große Chance, die Kamann natürlich nutzen musste, selbst wenn der Abgang der Kreisläuferin, die beim HSV auch im rechten Rückraum eingesetzt wurde und in vier Spielen 22 Tore warf, die Gräfratherinnen natürlich sportlich schwächt. Umso bemerkenswerter dass der Klub der Tochter der früheren HSV-Leistungsträgerin Natalie Funke-Kamann keine Steine in den Weg legte, denn immerhin ist die Lage in der Dritten Liga weiterhin ernst - als Tabellenneunter steht das Team nur aufgrund der um 39 Treffer besseren Tordifferenz vor dem Zehnten PSV Recklinghausen, der auf dem ersten Abstiegsplatz liegt.

Ein Stabilitätsfaktor in Abwehr und Angriff, wie es Ann-Cathrin Kamann war, würde im Abstiegskampf zwar gut tun, doch das Erstliga-Angebot konnte die Spielerin naturgemäß nicht ausschlagen. HSV-Trainer Helmut Menzel, der sich für die Spielerin freute und ihr alles Gute wünschte, ist sicher, dass er die entstandene Lücke mit dem bestehenden Personal schließen kann.

(ame)
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