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Lokalsport
Klasse-Sport - mit einer kuriosen Panne

Solingen. Beim Drei-Kilometer-Lauf wurden die führenden Sportler irrtümlich zu früh auf den Rückweg geschickt. Von Ralf Seck und Michael Tesch

Beim traditionellen Sengbachlauf lockte die ausrichtende Laufabteilung des TV Witzhelden mit einer attraktiven Streckenführung rund um die Trinkwassertalsperre wieder zahlreiche Ausdauersportler an, darunter sogar Läufer aus Mittelfranken und Potsdam. Auch viele junge Nachwuchsläufer waren am Start. So etwa auch der neunjährige Moritz Krause. Der Mittelfeldspieler der E-Jugend des SC Leichlingen, bewies mit seinem Sieg bei der Sengbachmeile, dass er nicht nur mit dem Ball umgehen kann: "Ich wollte vom Start weg an erster Position laufen und dann das Tempo halten. Aber der Lauf war anstrengend, besonders der Anstieg zurück zum Ziel." Bei den Mädchen siegte Jule Bublitz vom TV Witzhelden.

Zu einem Kuriosum kam es dann beim 3 km-Jedermannlauf, als man die führenden Sportler irrtümlich zu früh auf den Rückweg schickte, bevor für die anderen Teilnehmer der richtige Wendepunkt genutzt wurde. Die Organisatoren entschlossen sich dann kurzfristig, zwei Siegerehrungen durchzuführen und den "Wendepunkt-Opfern" die Startgebühr für das kommende Jahr zu erlassen.

Birgit Lennartz aus St. Augustin, die seit Jahrzehnten die Langstreckenszene in Deutschland mitbestimmt und mehrfach auf verschiedenen Strecken im Höhendorf gewinnen konnte, zeigte bei der "Sengbachrunde" über 11,3 km, dass sie es mit den jüngeren Damen immer noch aufnehmen kann und sicherte sich den zweiten Platz in der Gesamtwertung - zwei Sekunden schneller lief Siegerin Alexandra Weiß vom Ayyo Team Essen (51:14 Minuten). Schnellster bei den Männern war Alexander Wolff (42:14). Erfolgreichster Solinger war Frank Weber (M50) vom TSV Aufderhöhe. Er wurde Siebter (47:59). Beim Halbmarathon gab es einen weiteren Leichlinger Sieger: Gebremeskel Weldey aus Eritrea (1:20,40 Stunden) sicherte sich mit satten vier Minuten Vorsprung den Sieg. Susanne Vizzari (TuS Deuz) lief bei den Frauen als erste ins Ziel (1:38,47).

Gleich drei Runden mussten die "Dreiviertel-Marathonis" zurücklegen. Die Distanz über 30,9 km wurde von Nikki Johnstone (M30/ART Düsseldorf) mit einer Klassezeit von 1:54:13 Stunden dominiert. Auch in die Siegerliste des Solinger Klingenlaufs hat sich der Schotte, der in Neuss als Lehrer arbeitet, bereits eingetragen - mit einem Erfolg 2015. Arnd "Mr. Klingenlauf" Bader (M50) lief beim 3/4-Marathon auf den zweiten Rang (2:08:26). Bei den Frauen siegte Dioni Gorla (U20) von ART Düsseldorf in 2:21:42 Stunden.

Übrigens hat es einen Grund, warum die Ausrichter nur eine 30,9 Kilometer lange Strecke und keinen Voll-Marathon anbieten: hierfür ist die bergige Strecke mit 210 zu überwindenden Höhenmetern pro Runde einfach zu schwierig.

TV-Lauftreffleiter Bernd Munk war mit den Meldezahlen 2016 zufrieden: "Wir sind immer froh, wenn wir die 600 Teilnehmer-Marke überschritten haben, damit wir kostendeckend arbeiten können. Und auch das klappt nur dank der 95 ehrenamtlichen Helfer." Der jüngste Teilnehmer war in diesem Jahr sechs, der älteste 82 Jahre alt.

Alle Ergebnisse des Sengbachtallaufs 2016 finden sich auch im Internet: www.mikatiming.de

Quelle: RP
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