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Handball
"Kretzsche" macht den TSV so richtig heiß

Solingen. Oberligist Aufderhöhe gewinnt zur Premiere gegen MTV Rheinwacht Dinslaken mit 26:22.

TSV Aufderhöhe - MTV Rheinwacht Dinslaken 26:22 (13:11). Für den großen Paukenschlag hatte Trainer Max Ramota bereits vor dem ersten Meisterschaftsspiel gesorgt. Der Freundschaftsdienst von Handball-Ikone Stefan Kretzschmar, beide waren zusammen vor vielen Jahren für den VfL Gummersbach in der Bundesliga aktiv, funktionierte prächtig. Per Videobotschaft machte "Kretzsche" die Mannschaft von der Mannheimer SAP-Arena mit einer persönlichen Botschaft heiß, und "das passte wirklich wie der Deckel auf den Eimer", freute sich Ramota hinterher.

Von der ersten Minute an gingen die Aufderhöher höchst motiviert an den Start. Mit knapp 250 lautstarken Anhängern im Rücken legten die Hausherren los wie die Feuerwehr. Über 5:1 setzten sich die Ramota-Schützlinge bis auf 10:6 ab (20.). Allen voran ackerten Kris Zulauf und Florian Felder in der Innenverteidigung bestens, dazu erwischte Torhüter Robin Wiebusch einen guten Tag. Im Angriff klappte die Variante mit Frank Berblinger auf der Mittelposition. Der bundesliga-erfahrene Linkshänder, eigentlich auf der rechten Außenbahn beheimatet, setzte die Angriffskonzepte umsichtig an und brachte die Nebenleute in gute Wurfpositionen. Auch die Idee, immer wieder mit zwei Kreisläufern zum Erfolg zu kommen, zahlte sich aus. "Wir waren die bessere Mannschaft, meine Jungs haben einfach viel homogener agiert", freute sich Ramota über den Erfolg. Und dieser sei eine logische Konsequenz aus der konzentrierten Vorbereitungsphase, gerade in körperlicher Hinsicht sind die Aufderhöher wesentlich weiter als noch vor einem Jahr. "Darauf habe ich in den vergangenen Wochen auch mein Hauptaugenmerk gelegt. Und das zahlt sich jetzt zum Glück aus", betonte der Coach. Zu keinem Zeitpunkt machte es sich negativ bemerkbar, dass den Gastgebern gleich fünf wichtige Spieler nicht zur Verfügung standen: Tim Zulauf, Felix Jedamzik, Sven Meißel, Alexander Jentzsch und Matthias Späth zählten diesmal aus verschiedenen Gründen gar nicht zum Kader. Aber selbst ein Akteur wie Ole Hoelzel aus dem erweiterten Kader hatte durchaus gute Szenen.

Zehn Minuten vor dem Ende beim 23:18 war das Aufeinandertreffen vorzeitig zugunsten des TSV entschieden. Neben dem "verkappten" Spielmacher Berblinger wussten auch Philipp Schönfeld und Florian Hadamek aus dem Rückraum wichtige Akzente zu setzen. "Alle haben ihren Beitrag geleistet, und dieser Auftritt macht in jedem Fall Lust auf mehr. Wir sind ganz anders aufgestellt als noch in der Vorsaison", betonte der Übungsleiter, der mit seinem Personal danach zu einem berauschenden Mannschaftsabend aufbrach. Kumpel Stefan Kretzschmar dürfte sich in der tiefen Nacht sicherlich über die ein oder andere Videobotschaft "gefreut" haben.

Nächstes Wochenende geht es nun zum Aufsteiger TV Krefeld-Oppum, der die Premiere im Stadtduell in Königshof mit 20:25 in den Sand setzte. Hier wollen die Aufderhöher nun unbedingt nachlegen und den guten Saisonstart vergolden.

(lhep)
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