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Löwen müssen zum Team der Stunde

Lokalsport: Löwen müssen zum Team der Stunde
Max Hermann (links) hofft, dass die Löwen in Wetzlar wieder zur Geschlossenheit zurückfinden. FOTO: Stephan Köhlen
Solingen. Nach der schwachen Vorstellung gegen HBW Balingen-Weilstetten ist der Bergische HC im Bundesliga-Auswärtsspielbei der HSG Wetzlar klarer Außenseiter. Die Löwen wollen sich aber morgen wieder auf ihre Stärken besinnen. Von Thomas Rademacher

Enttäuschend nennt Sebastian Hinze die Leistung seines Bergischen HC gegen HBW Balingen-Weilstetten. Der Trainer bezieht sich dabei vor allem auf die Vorstellung in der Deckung, die während der 60 Minuten fast nie Zugriff auf den Balinger Angriff bekommen hat. Eine 30:35-Niederlage im Spiel gegen einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf war die Folge, die auch noch während der Trainingswoche Nachwirkung gezeigt hat. "Das Lachen ist jetzt zum Glück wieder ins Training zurückgekehrt. Die ersten beiden Tage danach hat es zu Recht gefehlt", beschreibt Hinze die Situation.

Die Niederlage haben Coach und Mannschaft inzwischen aufgearbeitet. Bei der HSG Wetzlar soll es wieder besser laufen. "Uns fehlte die Geschlossenheit", erläutert Rückraum-Linkshänder Max Hermann. "In Wetzlar wollen wir dem Gegner wieder zeigen, dass es ihm weh tun wird, wenn er ankommt. Nur so können wir zwei Punkte holen." Leicht wird das freilich nicht, denn bei der HSG Wetzlar handelt es sich um das Team der Stunde in der Handball-Bundesliga. Nach einem Lauf von 11:1-Punkten steht die Mannschaft von Trainer Kai Wandschneider auf dem fünften Tabellenplatz.

"Die 6:0-Deckung mit Evars Klesniks und Kristian Bliznac im Zentrum ist überragend und sehr erfahren", weiß Sebastian Hinze. Dazu ist der Innenblock durch einen dauerhaften Doppelwechsel fast immer frisch. "Und mit Andreas Wolff steht ein Torhüter in grandioser Form dahinter." Die Aufgabe wird also denkbar schwer für die Bergischen, weil die HSG gerade mit zunehmender Spielzeit immer mehr ihre körperliche Kompaktheit ausspielen kann. Das haben auch die Spiele in der Vergangenheit zwischen den beiden Mannschaften bewiesen.

Hinze geht es - wie immer - um die Leistung seiner Mannschaft. "Wir wollen nach dem enttäuschenden Spiel Wiedergutmachung für uns selber", stellt der Coach klar. "Wir müssen uns in die Begegnung hereinarbeiten. Dabei ist es natürlich besonders wichtig, dass wir von Anfang da sind."

Von Panik ist beim BHC-Trainer trotz der unbefriedigenden Situation nach neun Spielen nichts zu spüren. "Das wäre auch kein guter Ratgeber", weiß Hinze. "Wir haben noch 27 Chancen, zwei Punkte zu holen. Unser Fokus liegt auf dem nächsten Spiel. Daran wird sich nichts ändern. Und wir haben in der vergangenen Saison oft bewiesen, dass wir mit brenzligen Situationen und schwächeren Leistungen umgehen können. Das wird auch diesmal so sein."

Das sieht Max Hermann genauso: "Wir sind immer noch am Anfang der Saison. Niemals dürfen wir nach einem schlechten Spiel denken: Mist, wo holen wir jetzt die Punkte?". Mit vier Zählern stehen die Löwen aber natürlich ein wenig unter Druck, obwohl die direkte Konkurrenz ebenfalls nicht viele Punkte holt. In Wetzlar wird es schwer, eine Woche später ist mit dem HSV Handball ein weiteres Spitzenteam zu Gast im Bergischen Land. Ein weiteres Erfolgserlebnis würde logischerweise den Druck ein wenig herausnehmen.

Quelle: RP
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